My Calendar und Datenschutz: Harmlos – außer du zeigst Karten

My Calendar ist datenschutzrechtlich unkompliziert – solange du keine Karte für deine Veranstaltungsorte einblendest. Das Plugin speichert alle Eventdaten lokal in deinem WordPress und überträgt nichts an externe Server. Die einzige Ausnahme: Wenn du die Google-Maps-Ansicht für Veranstaltungsorte aktivierst, entsteht beim Seitenaufruf eine Verbindung zu Google – und die braucht Aufmerksamkeit.

Überblick

Was ist My Calendar?

My Calendar ist ein WordPress-Plugin von Joseph C. Dolson, mit dem du Veranstaltungen verwalten und auf deiner Website in verschiedenen Ansichten anzeigen kannst – als Monatsraster, Liste oder Miniaturkalender. Das Plugin ist auf Barrierefreiheit ausgelegt und unterstützt wiederkehrende Events, Veranstaltungsorte und Kategorien. Mit 20.000+ aktiven Installationen gehört es zu den etablierten Kalender-Plugins für WordPress.

My Calendar – DSGVO-Risiko
Cookies🟢My Calendar setzt keine Cookies für Besucher.
Externe Verbindungen🟡Nur wenn Google Maps für Veranstaltungsorte aktiviert ist.
Datenschutzerklärung🟢My Calendar selbst braucht keinen eigenen Eintrag – Google Maps schon.
Drittlandtransfer🟡Nur wenn Google Maps aktiviert ist – dann Übertragung in die USA.
Auftragsverarbeitung🟢Kein Vertrag mit Joe Dolson erforderlich.
Benutzereingaben🟢Das Plugin nimmt keine personenbezogenen Eingaben entgegen.

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Datenverarbeitung

Was passiert mit den Daten deiner Besucher?

My Calendar selbst schickt keine Besucherdaten irgendwohin. Alle Eventdaten – Titel, Termine, Veranstaltungsorte, Kategorien – liegen ausschließlich in deiner WordPress-Datenbank. Das Plugin holt sich beim Seitenaufruf nichts von außen und überträgt auch nichts nach außen. Es läuft komplett auf deinem Server.

Das ändert sich, sobald du die optionale Kartenanzeige für Veranstaltungsorte einschaltest. My Calendar unterstützt Google Maps als Kartendienst. Wenn du einen Google-Maps-API-Schlüssel in den Einstellungen hinterlegt und die Karte im Event-Template aktiviert hast, lädt deine Website beim Aufruf einer Eventseite automatisch Google Maps – und dabei überträgt Google die IP-Adresse des Besuchers, Browserinformationen und den aufgerufenen Ort in die USA. Diese Verbindung entsteht ohne Zutun des Besuchers, allein durch den Seitenaufruf.

My Calendar und DSGVO: Datenübertragung zu Google-Servern in den USA bei aktivierter Kartenanzeige
Wenn du Google Maps für Veranstaltungsorte aktiviert hast, lädt deine Website beim Seitenaufruf automatisch eine Karte von Google – dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt.

Cookies

Setzt My Calendar Cookies?

My Calendar setzt keine Cookies für die Besucher deiner Website. Weder durch die Kalenderanzeige noch durch das Suchformular oder die Widgets entstehen Cookies. Du brauchst deinen Cookie-Banner für My Calendar selbst nicht anzupassen.

Externe Verbindungen

Baut My Calendar Verbindungen zu externen Diensten auf?

My Calendar baut im Standardbetrieb keine externen Verbindungen auf. Die einzige externe Verbindung entsteht, wenn du unter My Calendar → Einstellungen → Anzeige den Kartendienst auf Google Maps eingestellt und einen Google-Maps-API-Schlüssel hinterlegt hast. In diesem Fall lädt deine Website auf jeder Eventseite mit Veranstaltungsort automatisch die Google-Maps-JavaScript-API von maps.googleapis.com – das passiert beim Seitenaufruf, ohne dass der Besucher etwas anklickt.

Dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt. Konfiguriere dafür in deinem Cookie-Banner Google Maps als externe Ressource, die erst nach Einwilligung geladen wird. Wenn du die Kartenanzeige gar nicht nutzt oder keinen API-Schlüssel eingetragen hast, entsteht diese Verbindung nicht.

Benutzereingaben

Verarbeitet My Calendar Eingaben von Besuchern?

My Calendar verarbeitet keine personenbezogenen Eingaben von Besuchern. Das Suchformular für Events nimmt ausschließlich Suchbegriffe und Filteroptionen entgegen – keine Namen, E-Mail-Adressen oder andere persönliche Daten. Alle Suchanfragen werden lokal in deinem WordPress verarbeitet und nicht an externe Dienste weitergegeben.

Drittlandtransfer

Werden Daten deiner Besucher in die USA übertragen?

My Calendar selbst überträgt keine Daten in die USA oder ein anderes Land außerhalb der EU. Wenn du allerdings die Google-Maps-Kartenanzeige aktiviert hast, überträgt Google beim Laden der Karte Daten deiner Besucher – darunter die IP-Adresse und Browserinformationen – an Server von Google in den USA. Diese Übertragung entsteht automatisch bei jedem Aufruf einer Eventseite mit Kartenanzeige. Wenn du die Kartenanzeige nicht nutzt, findet kein Datentransfer in die USA statt.

Auftragsverarbeitung

Brauche ich einen Vertrag mit dem Anbieter von My Calendar?

My Calendar ist Open-Source-Software, die ausschließlich auf deinem Server läuft. Joseph C. Dolson – der Entwickler des Plugins – empfängt keine Daten deiner Website-Besucher und bietet keinen Auftragsverarbeitungsvertrag an. Einen solchen Vertrag brauchst du für My Calendar selbst nicht.

Wenn du Google Maps als Kartendienst nutzt, musst du mit Google einen eigenen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen.

Datenschutzerklärung

Muss My Calendar in der Datenschutzerklärung stehen?

My Calendar selbst verarbeitet keine Daten deiner Besucher und braucht keinen eigenen Eintrag in deiner Datenschutzerklärung. Wenn du jedoch die Google-Maps-Kartenanzeige aktiviert hast, muss Google Maps in deiner Datenschutzerklärung stehen – als eigener Eintrag, nicht als Teil von My Calendar. Google Maps benötigt einen eigenen Datenschutzerklärung-Eintrag.

Drittanbieter

Mit welchen Diensten lässt sich My Calendar verbinden?

My Calendar bietet unter Einstellungen → Anzeige die Möglichkeit, Google Maps als Kartendienst für Veranstaltungsorte einzubinden. Alternativ lässt sich Bing Maps als Link-Ziel für Ortsangaben auswählen – Bing Maps wird dabei nicht als eingebettete Karte im sichtbaren Bereich deiner Website angezeigt, sondern öffnet sich erst, wenn ein Besucher auf einen Ortslink klickt.

Über Export- und Abonnieren-Links kannst du deinen Kalender mit Google Calendar, Apple Calendar und anderen Kalenderanwendungen verbinden. Diese Verbindungen entstehen aber erst, wenn ein Besucher aktiv auf einen Abonnieren-Link klickt – nicht automatisch beim Seitenaufruf.

Mit dem separaten Plugin XPoster lässt sich My Calendar so einrichten, dass beim Erstellen neuer Events automatisch ein Beitrag auf X, Bluesky oder Mastodon veröffentlicht wird. Diese Verbindung läuft im Hintergrund auf deinem Server und hat keinen direkten Bezug zu deinen Website-Besuchern.

DSGVO-Check

So prüfst du My Calendar auf deiner Website

My Calendar lässt sich nicht über typische Cookies oder externe Verbindungen direkt prüfen – das Plugin hinterlässt im Standardbetrieb keine entsprechenden Spuren. Den entscheidenden Punkt kannst du aber direkt in den WordPress-Einstellungen nachschauen:

Öffne in deinem WordPress-Adminbereich My Calendar → Einstellungen → Anzeige. Prüfe dort, ob unter „Kartendienst“ Google Maps ausgewählt ist und ob du einen Google-Maps-API-Schlüssel eingetragen hast. Wenn beides der Fall ist, lädt deine Website auf Eventseiten mit Veranstaltungsort automatisch Google Maps – und das müsste in deinem Cookie-Banner und deiner Datenschutzerklärung berücksichtigt sein.

Den vollständigen Befund für deine Website – inklusive aller aktiven Plugins und externen Verbindungen – liefert dir ein automatischer Datenschutz-Scan.

Datenschutz-Scan

Quellen und weiterführende Links