Breakdance und Datenschutz: Der Page Builder, der unbemerkt Google Fonts lädt und Besucher-Cookies setzt

Breakdance ist einer der beliebtesten Website-Builder für WordPress – und datenschutztechnisch kein Selbstläufer. Zwei Punkte fallen ins Gewicht: Das Plugin setzt standardmäßig Cookies im sichtbaren Bereich deiner Website, und es lädt Schriften von Google-Servern. Beides lässt sich abstellen, aber nur wenn du weißt, wo du suchen musst.

Überblick

Was ist Breakdance?

Breakdance ist ein visueller Website-Builder für WordPress vom Hersteller Soflyy. Du gestaltest damit Seiten, Kopfzeilen, Fußzeilen und Formulare per Drag-and-Drop – ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen. Breakdance ersetzt in vielen Fällen das aktive WordPress-Theme komplett und übernimmt das gesamte Erscheinungsbild der Website.

Breakdance – DSGVO-Risiko
Cookies🟡Breakdance setzt Cookies zur Zählung von Seitenaufrufen und Sitzungen für die Popup-Steuerung – abschaltbar in den Einstellungen.
Externe Verbindungen🟡Schriften werden standardmäßig von Google-Servern geladen; kann durch lokale Einbindung vermieden werden.
Datenschutzerklärung🟡Erforderlich, wenn Cookies oder der Formular-Builder genutzt werden.
Drittlandtransfer🟡Entsteht durch Google Fonts und optional durch eingebundene E-Mail-Dienste mit US-Servern.
Auftragsverarbeitung🟢Soflyy verarbeitet keine Besucherdaten – kein Vertrag nötig.
Benutzereingaben🟡Breakdance hat einen eingebauten Formular-Builder – er muss aber nicht genutzt werden.

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Datenverarbeitung

Welche Daten verarbeitet Breakdance auf deiner Website?

Breakdance selbst speichert keine Besucherdaten auf fremden Servern – alles bleibt auf deinem WordPress. Das Plugin baut deinen Seitenaufbau zusammen, liefert das Ergebnis an den Browser des Besuchers aus und ist damit fertig. Soflyy, der Hersteller, bekommt dabei keine Besucherdaten zu sehen.

Zwei Punkte machen Breakdance trotzdem datenschutzrelevant: Erstens setzt das Plugin Cookies im Browser des Besuchers, wenn du die Popup-Funktion verwendest. Zweitens lädt es Schriften von Google-Servern, wenn du Google Fonts in deinem Design eingesetzt hast – dabei erfährt Google die IP-Adresse des Besuchers.

Hinzu kommt: Wenn du den eingebauten Formular-Builder nutzt und Formulardaten an Dienste wie MailChimp oder ActiveCampaign weiterschickst, verlassen diese Daten dein WordPress und landen bei einem externen Anbieter.

Cookies

Setzt Breakdance Cookies auf meiner Website?

Breakdance setzt standardmäßig zwei Cookies im Browser deiner Website-Besucher: einen für die Anzahl der aufgerufenen Seiten und einen für die Sitzungsdauer. Diese Cookies dienen dazu, Popups gezielt zu steuern – zum Beispiel ein Popup erst beim dritten Seitenaufruf zu zeigen oder es nach einer bestimmten Sitzungszeit einzublenden.

Diese Cookies fallen unter die zustimmungspflichtigen Cookies, weil sie das Verhalten von Besuchern über mehrere Seitenaufrufe hinweg verfolgen, ohne dass das für den reinen Betrieb der Website notwendig wäre. Dein Cookie-Banner muss diese Cookies blockieren, bis der Besucher zustimmt.

Du kannst die Cookies vollständig deaktivieren: Gehe im WordPress-Adminbereich zu Breakdance → Einstellungen → Datenschutz (Privacy) und aktiviere die Option „Seiten- und Sitzungs-Cookies deaktivieren“ (Disable Page and Session Cookies). Die Popup-Funktion kann danach nicht mehr auf Seitenaufrufzähler oder Sitzungsdauer reagieren, der restliche Seitenaufbau bleibt davon unberührt.

Breakdance und DSGVO: Datenübertragung zu Google-Servern in den USA
Breakdance lädt Google Fonts direkt von Google-Servern – dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt.

Externe Verbindungen

Baut Breakdance Verbindungen zu externen Servern auf?

Breakdance lädt Schriften über die Google-Fonts-Schnittstelle, wenn du in deinem Design Google Fonts verwendest. Dabei baut der Browser deines Besuchers beim Seitenaufruf eine direkte Verbindung zu den Servern von Google auf – konkret zu fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com. Google erhält dabei die IP-Adresse des Besuchers. Diese Verbindung entsteht beim Laden der Seite, auch ohne dass der Besucher etwas anklickt. Dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt.

Du kannst die externe Schriftladung vermeiden, indem du alle verwendeten Google Fonts durch lokal hochgeladene Schriften ersetzt. Den Schriften-Upload findest du im Breakdance-Editor unter Einstellungen → Eigene Schriften (Custom Fonts). Dort lädst du die Schrift-Dateien direkt hoch, und Breakdance lädt sie dann von deinem eigenen Server – kein Kontakt zu Google mehr.

Wenn du den Formular-Builder mit E-Mail-Marketing-Integrationen nutzt – zum Beispiel MailChimp oder MailerLite – entsteht eine weitere externe Verbindung, sobald jemand ein Formular absendet. Diese Verbindung kann kein Cookie-Banner blockieren, weil sie erst durch die aktive Eingabe des Besuchers ausgelöst wird. Direkt beim Formular muss ein Hinweis auf deine Datenschutzerklärung stehen.

Benutzereingaben

Verarbeitet Breakdance Eingaben von Website-Besuchern?

Breakdance hat einen eingebauten Formular-Builder, mit dem du Kontaktformulare, Anmeldeformulare, mehrstufige Formulare und ähnliche Eingabefelder auf deiner Website einrichten kannst. Wenn du Formulare einsetzt, werden die eingegebenen Daten – je nach Konfiguration Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder andere Felder – in deiner WordPress-Datenbank gespeichert und können optional an externe Dienste weitergeleitet werden.

Der Formular-Builder ist eine optionale Funktion in Breakdance. Wenn du keine Formulare einbindest, entstehen dadurch auch keine Datenverarbeitungsvorgänge. Sobald du ein Formular aktiv verwendest, bist du als Website-Betreiber dafür verantwortlich, Besucher darüber zu informieren, welche Daten du erhebst, wozu du sie verwendest und ob du sie an Dritte weiterleitest.

Drittlandtransfer

Werden durch Breakdance Daten in Länder außerhalb der EU übertragen?

Breakdance selbst überträgt keine Besucherdaten an Soflyy oder andere Server außerhalb der EU. Ein Datentransfer in Länder außerhalb der EU entsteht aber durch zwei optionale Punkte, die du in Breakdance konfigurieren kannst.

Wenn du Google Fonts in deinem Design verwendest, baut der Browser deiner Besucher beim Seitenaufruf eine Verbindung zu Google-Servern in den USA auf. Google LLC ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Diesen Transfer vermeidest du, indem du alle Google Fonts durch lokal hochgeladene Schriften ersetzt.

Wenn du den Formular-Builder nutzt und Formulardaten an E-Mail-Marketing-Dienste weiterleitest, entstehen zusätzliche Transfers: MailChimp, ActiveCampaign, ConvertKit und Drip haben ihre Server in den USA. Welche dieser Dienste du verwendest, hängt davon ab, welche Aktionen du in den Formulareinstellungen aktiviert hast.

Auftragsverarbeitung

Muss ich mit Soflyy einen Vertrag zur Datenverarbeitung abschließen?

Soflyy verarbeitet keine Besucherdaten deiner Website. Das Plugin läuft vollständig auf deinem WordPress-Server, und alle Seitendaten verbleiben dort. Soflyy erhält davon nichts – weder Inhalte noch Besucher-IP-Adressen noch Formulareingaben. Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Soflyy ist daher nicht nötig.

Wenn du den Formular-Builder mit Diensten wie MailChimp, MailerLite oder ActiveCampaign verbindest, müssen mit diesen Anbietern eigene Verträge zur Auftragsverarbeitung abgeschlossen werden.

Datenschutzerklärung

Muss Breakdance in der Datenschutzerklärung erwähnt werden?

Breakdance selbst – als Website-Builder – muss nicht namentlich in deiner Datenschutzerklärung erscheinen, weil Soflyy keine Besucherdaten erhält. Was du aber dokumentieren musst, sind die Vorgänge, die Breakdance auf deiner Website auslöst:

  • Wenn du Google Fonts über Breakdance lädst, muss Google Fonts in deiner Datenschutzerklärung stehen.
  • Wenn du die Popup-Funktion mit aktivierten Sitzungs- und Seitenaufrufs-Cookies nutzt, müssen diese Cookies beschrieben werden.
  • Wenn du den Formular-Builder verwendest und Daten an externe Dienste weiterleitest, muss jeder dieser Dienste einen eigenen Eintrag erhalten.

Sofern du ausschließlich den visuellen Seitenaufbau von Breakdance nutzt – ohne Google Fonts, ohne aktive Cookies, ohne Formulare – brauchst du keinen eigenen Eintrag für Breakdance oder Soflyy.

Für die Sitzungs- und Seitenaufrufs-Cookies gilt, wenn du sie aktiviert lässt:

TEXTVORSCHLAG FÜR DEINE DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Unverbindliches Beispiel — ersetzt keine Rechtsberatung. Passe ihn an deine Nutzung an.

Wir nutzen Breakdance.

Breakdance setzt beim Laden der Website Cookies bzw. ähnliche Kennungen ein und baut eine Verbindung zu Servern von Soflyy auf. Beides ist nicht technisch notwendig und erfolgt auf Grundlage deiner Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Dabei können unter anderem die IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen verarbeitet werden. Du kannst deine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Wenn du über ein Formular von Breakdance deine Daten eingibst, werden diese ausschließlich auf unserem eigenen Server verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben.

Drittanbieter

Mit welchen Diensten lässt sich Breakdance verbinden?

Über den eingebauten Formular-Builder kannst du Breakdance mit E-Mail-Marketing-Diensten verbinden. Zur Auswahl stehen MailChimp, ActiveCampaign, ConvertKit, GetResponse, Drip und MailerLite. Wenn jemand ein Formular auf deiner Website absendet und du eine dieser Verbindungen eingerichtet hast, werden die Formulardaten direkt an den jeweiligen Dienst übertragen.

Für den Spam-Schutz in Formularen lässt sich Google reCAPTCHA einbinden. Außerdem können Formulare Benachrichtigungen an Slack oder Discord senden. Jede dieser Verbindungen ist optional und wird nur aktiv, wenn du sie in den Formulareinstellungen explizit einrichtest.

Für den Seitenaufbau selbst lässt sich Breakdance mit Advanced Custom Fields (ACF), Yoast SEO, Rank Math, WooCommerce und weiteren WordPress-Plugins verbinden. Diese Verbindungen laufen innerhalb deines WordPress und erzeugen keine externen Datentransfers.

DSGVO-Check

So prüfst du Breakdance auf deiner Website

Breakdance lässt sich nicht direkt über einen bestimmten Cookie-Namen oder eine externe Domain erkennen, weil das Plugin keinen eigenen Tracking-Cookie mit festem Namen setzt und keine dauerhaft aktive Verbindung zu einem externen Server aufbaut. Ob und welche datenschutzrelevanten Verbindungen auf deiner Website entstehen, hängt davon ab, wie du Breakdance konfiguriert hast.

Prüfe im WordPress-Adminbereich unter Breakdance → Einstellungen → Datenschutz (Privacy), ob die Option „Seiten- und Sitzungs-Cookies deaktivieren“ aktiv ist. Wenn nicht, und du keine Popups mit Zähler-Bedingungen einsetzt, aktiviere sie.

Prüfe im Breakdance-Editor unter Einstellungen → Schriften, ob Google Fonts verwendet werden. Wenn ja, ersetze sie durch lokal hochgeladene Schriften.

Ein automatischer Datenschutz-Scan deiner Website erkennt, ob Google Fonts extern geladen werden oder andere unerwartete Verbindungen entstehen – und zeigt dir alle aktiven Plugins und Dienste auf einen Blick.

Datenschutz-Scan

Quellen und weiterführende Links