Burst Statistics und Datenschutz: Lokal gespeichert, aber nicht ohne Pflichten

Burst Statistics ist eines der datenschutzfreundlichsten Analyse-Plugins für WordPress – aber das bedeutet nicht, dass du als Website-Betreiber nichts tun musst. Das Plugin verarbeitet Besucherdaten und hat je nach Einstellung unterschiedliche Auswirkungen auf deinen Cookie-Banner und deine Datenschutzerklärung. Was genau anfällt, hängt von einer zentralen Einstellung ab.

Überblick

Was ist Burst Statistics?

Burst Statistics ist ein WordPress-Plugin für Besucher­statistiken. Es zeigt dir, wie viele Besucher deine Website hat, welche Seiten am beliebtesten sind und woher dein Traffic kommt – alles direkt im WordPress-Adminbereich. Anders als Google Analytics schickt Burst Statistics keine Daten an externe Server: Alle Statistiken landen in deiner eigenen WordPress-Datenbank.

Burst Statistics – DSGVO-Risiko
Cookies🟡Im Standard-Modus setzt das Plugin einen Statistik-Cookie; mit der Cookieless-Einstellung entfällt er.
Externe Verbindungen🟢Keine externen Verbindungen mit Besucherbezug – alle Daten bleiben auf deinem Server.
Datenschutzerklärung🔴Eintrag erforderlich, weil das Plugin Besucherdaten für Webanalyse verarbeitet – unabhängig vom Tracking-Modus.
Drittlandtransfer🟢Kein Transfer in Länder außerhalb der EU – Anbieter sitzt in den Niederlanden, Daten bleiben lokal.
Auftragsverarbeitung🟢Kein Vertrag mit Burst Statistics B.V. nötig – der Anbieter erhält keine Besucherdaten.
Benutzereingaben🟢Das Plugin stellt kein Formular bereit und sammelt keine Eingaben von Besuchern.

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Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?

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Datenverarbeitung

Welche Daten verarbeitet Burst Statistics?

Burst Statistics zeichnet auf, was auf deiner Website passiert: Welche Seiten aufgerufen werden, wie lange Besucher bleiben, welches Gerät sie benutzen und woher sie kommen. Diese Daten landen direkt in deiner WordPress-Datenbank – Burst Statistics B.V. hat keinen Zugriff darauf und bekommt nichts davon zu sehen. Das unterscheidet dieses Plugin grundlegend von Google Analytics oder ähnlichen Diensten, bei denen deine Besucherdaten auf fremden Servern landen.

Ob dabei ein Cookie gesetzt wird, hängt von einer Einstellung in deinem WordPress ab. Im Standard-Modus legt Burst Statistics für jeden Besucher einen anonymen Wiedererkennungs-Cookie an. Schaltest du die Cookieless-Einstellung ein, entfällt dieser Cookie – das Plugin erkennt Besucher dann über Browser- und Gerätedaten wieder, ohne etwas im Browser zu speichern.

In beiden Fällen verarbeitet das Plugin Besucherdaten. Das ist der Kern, um den es bei den Datenschutzpflichten geht.

Burst Statistics und DSGVO: Datenverarbeitung lokal, Cookie je nach Einstellung
Burst Statistics speichert alle Statistiken in deiner eigenen WordPress-Datenbank – externe Verbindungen gibt es keine. Im Standard-Cookie-Modus setzt das Plugin den Cookie burst_uid; mit der Cookieless-Einstellung entfällt er, und ein Cookie-Banner für Burst Statistics wird nicht benötigt.

Cookies

Setzt Burst Statistics einen Cookie und brauche ich dafür einen Cookie-Banner?

Im Standard-Modus setzt Burst Statistics den Cookie burst_uid. Dieser Cookie speichert eine anonyme ID im Browser deines Besuchers und bleibt dort für einen Monat gespeichert. Er dient ausschließlich dazu, Besucher innerhalb der Statistik wiederzuerkennen – er überträgt keine Daten an Dritte und verfolgt niemanden über deine Website hinaus.

Ob du für diesen Cookie einen Banner brauchst, ist juristisch nicht einheitlich geregelt. Burst Statistics selbst empfiehlt, im Standard-Cookie-Modus einen Cookie-Banner einzusetzen, der das Tracking blockiert, bis der Besucher zustimmt. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, sollte dein Cookie-Banner burst_uid blockieren, bis dein Besucher zustimmt.

Die einfachere Alternative: Aktiviere die Cookieless-Einstellung unter Einstellungen → Tracking in Burst Statistics. Damit setzt das Plugin keinen Cookie mehr, und du brauchst keinen Banner für Burst Statistics. Die Besucherzählung funktioniert danach weiterhin – allerdings mit leicht geringerer Genauigkeit.

Externe Verbindungen

Baut Burst Statistics Verbindungen zu externen Servern auf?

Burst Statistics baut keine externen Verbindungen auf, die deine Besucher betreffen. Alle Statistikdaten werden in deiner eigenen WordPress-Datenbank gespeichert. Es gibt keinen externen Analyse-Account, keine Tracking-Skripte von Drittanbietern und keinen Datentransfer zu Burst Statistics B.V. im Normalbetrieb.

Es gibt eine optionale Funktion, bei der das Plugin einmal im Monat anonymisierte Nutzungsstatistiken an Burst Statistics B.V. schickt – zum Beispiel wie viele Seitenaufrufe deine Website hat oder wie schnell die Datenbank arbeitet. Diese Funktion betrifft ausschließlich dein Plugin, nicht deine Besucher, und ist standardmäßig deaktiviert. Du findest sie unter Einstellungen → Datenfreigabe in Burst Statistics. Besucherdaten, IP-Adressen oder Domain-Namen werden dabei nicht übertragen.

Für deinen Cookie-Banner und die Datenschutzerklärung sind externe Verbindungen von Burst Statistics kein Thema.

Benutzereingaben

Sammelt Burst Statistics Eingaben von Website-Besuchern?

Burst Statistics stellt kein Formular bereit und fragt Besucher nach nichts. Das Plugin beobachtet passiv, wie deine Website genutzt wird – es fordert niemanden auf, etwas einzugeben oder zu hinterlassen. Für diesen Punkt gibt es nichts zu tun.

Drittlandtransfer

Werden Besucherdaten in Länder außerhalb der EU übertragen?

Burst Statistics überträgt keine Besucherdaten in Länder außerhalb der EU. Das Unternehmen Burst Statistics B.V. hat seinen Sitz in Groningen, Niederlande, und ist damit Teil der EU. Da alle Statistikdaten lokal in deiner WordPress-Datenbank gespeichert werden und der Anbieter keine Besucherdaten erhält, findet kein Transfer in Drittländer statt.

Da die Daten lokal gespeichert werden, ist für die Datenspeicherung der Serverstandort deines WordPress-Hostings entscheidend.

Auftragsverarbeitung

Brauche ich einen Vertrag mit Burst Statistics B.V.?

Burst Statistics B.V. erhält keine Besucherdaten von dir. Das Plugin speichert alles in deiner eigenen WordPress-Datenbank – der Anbieter hat keinen Zugriff darauf. Deshalb brauchst du keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Burst Statistics B.V.

Datenschutzerklärung

Muss Burst Statistics in meine Datenschutzerklärung?

Burst Statistics muss in deine Datenschutzerklärung, weil das Plugin Besucherdaten für Webanalyse verarbeitet. Das gilt unabhängig davon, ob du den Cookie-Modus oder die Cookieless-Einstellung nutzt – in beiden Fällen zeichnet das Plugin Seitenaufrufe, Sitzungen und Gerätedaten auf.

Für deinen Eintrag in der Datenschutzerklärung sind diese Punkte relevant:

  • Zweck: Statistik und Analyse der Website-Nutzung
  • Rechtsgrundlage: Berechtigtes Interesse an der anonymen Webanalyse zur Verbesserung des Angebots
  • Empfänger: Keine – alle Daten verbleiben auf deinem Server
  • Drittlandtransfer: Keiner
  • Speicherdauer: Solange du das Plugin nutzt bzw. bis du die Daten in Burst Statistics löschst
TEXTVORSCHLAG FÜR DEINE DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Unverbindliches Beispiel — ersetzt keine Rechtsberatung. Passe ihn an deine Nutzung an.

Wir nutzen Burst Statistics für Webanalyse.

Burst Statistics setzt Cookies bzw. ähnliche Kennungen ein, die nicht technisch notwendig sind und für die deine Einwilligung erforderlich ist. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung). Du kannst deine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Alternative

Gibt es datenschutzfreundlichere Alternativen zu Burst Statistics?

Hier siehst du, wo Burst Statistics im DSGVO-Vergleich zu anderen Webanalyse steht – sortiert nach Datenschutzarbeit. So erkennst du auf einen Blick, ob es Alternativen mit weniger Datenschutzaufwand gibt oder Burst Statistics in Sachen Datenschutz bereits gut aufgestellt ist.

Fehler

Welche Fehler kommen bei Burst Statistics in unseren DSGVO-Checks am häufigsten vor?

Burst Statistics taucht bei 2 % der Websites auf, die unser DSGVO-Scanner bisher geprüft hat. Dabei wurden folgende Fehler festgestellt:

1
Fehlende Einträge in der Datenschutzerklärung
100 %
2
Zustimmungspflichtige Cookies ohne Einwilligung gesetzt
50 %

Prozentangaben beziehen sich auf Websites, bei denen Burst Statistics gefunden wurde.

DSGVO-Check

So prüfst du Burst Statistics auf deiner Website

Burst Statistics lässt sich nicht über externe Verbindungen prüfen – das Plugin lädt keine Skripte von fremden Servern und baut keine Verbindungen nach außen auf, die sichtbar wären.

Was du direkt im Browser prüfen kannst: Öffne deine Website in einem privaten Fenster und schau in den Browser-Entwicklertools unter dem Tab „Anwendung“ oder „Speicher“ nach Cookies. Suche dort nach dem Cookie burst_uid. Wenn dieser Cookie erscheint, bevor du in einem Cookie-Banner zugestimmt hast, läuft Burst Statistics im Cookie-Modus ohne Banner-Blockierung. Dann musst du entweder deinen Cookie-Banner so einrichten, dass er das Plugin-Skript blockiert, oder die Cookieless-Einstellung in Burst Statistics aktivieren.

Wenn kein Cookie burst_uid erscheint, nutzt du entweder die Cookieless-Einstellung oder dein Cookie-Banner blockiert das Tracking korrekt. In beiden Fällen ist die Cookie-Frage gelöst.

Den vollständigen Überblick – welche Plugins und Dienste auf deiner Website aktiv sind und was sie datenschutzrechtlich bedeuten – liefert ein automatischer Datenschutz-Check. datenrein.de scannt deine Website kostenlos und zeigt dir, was auffällt.

Datenschutz-Scan

Quellen und weiterführende Links