Google AdSense und Datenschutz: Werbe-Cookies ohne Einwilligung sind ein Bußgeldrisiko

Google AdSense bringt Werbeeinnahmen auf deine Website – gleichzeitig bringt es eine Reihe von Datenschutzpflichten mit. Das Skript lädt beim ersten Seitenaufruf, setzt Werbe-Cookies und schickt Daten deiner Besucher an Google in die USA. Ohne funktionierendes Cookie-Banner und ohne Eintrag in der Datenschutzerklärung ist das nicht rechtskonform.

Überblick

Was ist Google AdSense?

Google AdSense ist ein Werbeprogramm von Google, mit dem Website-Betreiber Geld verdienen, indem sie Werbeanzeigen auf ihrer Seite einblenden. Dafür wird ein kurzes Skript in die Website eingebunden, das automatisch passende Anzeigen aus Googles Werbenetzwerk lädt. Die Anzeigen werden auf Basis des Nutzerverhaltens ausgewählt – das setzt Tracking voraus.

Google AdSense – DSGVO-Risiko
Cookies🔴AdSense setzt mehrere Werbe-Cookies für personalisierte Anzeigen, auch bei nicht-personalisierter Werbung bleiben Cookies aktiv.
Externe Verbindungen🔴Das AdSense-Skript lädt von Googles Werbeservern und baut beim Seitenaufruf Verbindungen zu Google-Domains auf.
Datenschutzerklärung🔴Google AdSense muss namentlich in der Datenschutzerklärung stehen, da Google selbst Besucherdaten verarbeitet.
Drittlandtransfer🔴Alle Daten werden auf Google-Infrastruktur in den USA verarbeitet.
Auftragsverarbeitung🟢Kein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig – Google agiert als eigenständiger Verantwortlicher, nicht als Dienstleister im Auftrag.
Benutzereingaben🟢AdSense stellt keine Eingabeformulare bereit.

Live-check

Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?

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Datenverarbeitung

Was passiert mit den Daten deiner Besucher?

Sobald jemand deine Website aufruft, lädt das AdSense-Skript von Googles Servern – bevor der Besucher auch nur einen Klick gemacht hat. In diesem Moment werden Daten übermittelt: IP-Adresse, Browser- und Gerätedaten, besuchte Seite und das Verhalten des Nutzers im Web.

Google nutzt diese Daten, um zu entscheiden, welche Werbung gezeigt wird. Das ist keine Verbindung, die im Hintergrund passiert und nichts tut – Google baut ein Profil auf, um Werbung passend zu schalten. Alle diese Daten landen auf Google-Servern in den USA. Google entscheidet selbst, was damit passiert – du als Website-Betreiber hast darauf keinen Einfluss.

Google AdSense und DSGVO: Datenübertragung zu Google-Servern in den USA
Sobald jemand deine Website aufruft, baut AdSense eine Verbindung zu Googles Werbeservern auf – dein Cookie-Banner muss das blockieren, bis der Besucher zugestimmt hat.

Cookies

Welche Cookies setzt Google AdSense?

Google AdSense setzt beim Seitenaufruf mehrere Werbe-Cookies. Die wichtigsten sind __gads und __gpi (jeweils 13 Monate), die für die Personalisierung von Werbeanzeigen und Reichweitenmessung genutzt werden. Hinzu kommen __gsas (3 Monate) für die AdSense-Suche und DSID sowie id von Googles Werbedomain doubleclick.net. All diese Cookies sind zustimmungspflichtig – dein Cookie-Banner muss sie blockieren, bis der Besucher zugestimmt hat.

Auch wenn du in deinem AdSense-Konto nicht-personalisierte Werbung aktivierst, setzt Google weiterhin Cookies – für die Steuerung der Anzeigenhäufigkeit und zur Betrugserkennung. Auch dafür ist eine Einwilligung erforderlich. Es gibt keine Einstellung, die das Cookie-Setzen vollständig verhindert, ohne AdSense zu deaktivieren.

Externe Verbindungen

Zu welchen Domains baut AdSense eine Verbindung auf?

Das AdSense-Skript adsbygoogle.js wird von pagead2.googlesyndication.com geladen – das passiert beim Seitenaufruf, noch bevor der Besucher etwas angeklickt hat. Beim Laden der Anzeigen entstehen zusätzlich Verbindungen zu googleads.g.doubleclick.net und googleadservices.com. Diese Verbindungen übertragen Besucherdaten an Google und sind nicht technisch notwendig für den Betrieb deiner Website – sie existieren ausschließlich für die Werbeauslieferung. Dein Cookie-Banner muss diese Verbindungen blockieren, bis der Besucher zustimmt.

Benutzereingaben

Verarbeitet AdSense Eingaben deiner Besucher?

Google AdSense stellt keine Formulare oder Eingabemöglichkeiten für Website-Besucher bereit. Die Datenverarbeitung durch AdSense erfolgt ausschließlich passiv beim Seitenaufruf – ohne dass Besucher aktiv etwas eingeben müssen.

Drittlandtransfer

Werden Daten deiner Besucher in die USA übertragen?

Google AdSense überträgt alle Besucherdaten auf Server von Google LLC in den USA. Das gilt für jeden Seitenaufruf, bei dem das AdSense-Skript geladen wird. Google gibt an, dass für diese Übertragung Standardvertragsklauseln gelten – ein von der EU akzeptiertes rechtliches Instrument für Datentransfers in die USA. Das ändert aber nichts daran, dass ein Drittlandtransfer stattfindet, der in der Datenschutzerklärung benannt werden muss.

Auftragsverarbeitung

Brauche ich einen Vertrag mit Google für AdSense?

Für Google AdSense brauchst du keinen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google. Google agiert bei AdSense als eigenständiger Verantwortlicher – das heißt, Google entscheidet selbst über Zweck und Art der Datenverarbeitung, nicht du. Das ist der entscheidende Unterschied zu Diensten wie Google Analytics, wo Google im Auftrag des Website-Betreibers handelt und ein Vertrag Pflicht ist. Bei AdSense gibt es keinen solchen Vertrag und Google bietet ihn für diesen Dienst auch nicht an.

Datenschutzerklärung

Muss Google AdSense in meine Datenschutzerklärung?

Google AdSense muss in deine Datenschutzerklärung, weil Google über das Skript selbst Besucherdaten verarbeitet und Werbe-Cookies setzt. Hier sind die nötigen Angaben für den Eintrag:

  • Zweck: Einblendung personalisierter oder kontextbasierter Werbeanzeigen zur Finanzierung der Website.
  • Rechtsgrundlage: Einwilligung des Besuchers.
  • Empfänger: Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland.
  • Drittlandtransfer: Daten werden an Google LLC in den USA übertragen; Grundlage sind Standardvertragsklauseln.
  • Speicherdauer: Abhängig vom jeweiligen Cookie, zwischen Session und 13 Monaten.
TEXTVORSCHLAG FÜR DEINE DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Unverbindliches Beispiel — ersetzt keine Rechtsberatung. Passe ihn an deine Nutzung an.

Wir nutzen Google AdSense.

Google AdSense setzt beim Laden der Website Cookies bzw. ähnliche Kennungen ein und baut eine Verbindung zu Servern von Google Ireland Limited auf. Beides ist nicht technisch notwendig und erfolgt auf Grundlage deiner Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Dabei können unter anderem die IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen verarbeitet werden. Du kannst deine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Fehler

Welche Fehler kommen bei Google AdSense in unseren DSGVO-Checks am häufigsten vor?

Google AdSense taucht bei 1 % der Websites auf, die unser DSGVO-Scanner bisher geprüft hat. Dabei wurden folgende Fehler festgestellt:

1
Externe Verbindungen ohne Einwilligung gestartet
100 %

Prozentangaben beziehen sich auf Websites, bei denen Google AdSense gefunden wurde.

DSGVO-Check

So prüfst du, ob AdSense korrekt eingebunden ist

Du kannst direkt im Browser prüfen, ob AdSense aktiv ist und Verbindungen aufbaut, bevor du im Cookie-Banner zugestimmt hast. Öffne deine Website in einem neuen Browserfenster (am besten im Inkognito-Modus), klicke noch nichts im Cookie-Banner an und öffne dann die Browser-Entwicklerwerkzeuge (Taste F12). Im Reiter „Netzwerk“ kannst du sehen, ob Verbindungen zu pagead2.googlesyndication.com, googleads.g.doubleclick.net oder googleadservices.com aufgebaut werden, bevor du zugestimmt hast. Werden diese Verbindungen schon beim Laden der Seite angezeigt, ist AdSense nicht korrekt in den Cookie-Banner eingebunden.

Im Cookie-Inspector deines Browsers (Entwicklerwerkzeuge → Anwendung → Cookies) kannst du außerdem prüfen, ob Cookies wie __gads, __gpi oder DSID schon vor einer Zustimmung gesetzt werden. Wenn ja, muss die Einbindung korrigiert werden.

Eine schnelle Übersicht über alle aktiven externen Verbindungen und Cookies auf deiner Website liefert ein automatischer Datenschutz-Scan – der prüft deine Website direkt und zeigt, was vor einer Einwilligung aktiv ist.

Datenschutz-Scan

Quellen und weiterführende Links