Stackable und Datenschutz: Google Fonts lädt automatisch – ohne dass du es weißt

Stackable ist als Gutenberg-Block-Plugin an sich datenschutzrechtlich unkompliziert: keine Cookies, keine Besucherdaten, kein Anbieter-Server im Spiel. Der Haken liegt woanders: Sobald du in einem Block eine Google-Schriftart auswählst oder den Map-Block einsetzt, baut deine Website automatisch Verbindungen zu Google auf – und das bei jedem Seitenaufruf. Das ist der Teil, den viele Stackable-Nutzer übersehen.

Überblick

Was ist Stackable?

Stackable ist ein Plugin für den WordPress-Editor, das den eingebauten Block-Editor um über 40 zusätzliche Blöcke erweitert – darunter Layouts, Karusselle, Akkordeons, Countdown-Timer und eine Google-Maps-Karte. Es lässt sich komplett ohne Code bedienen und richtet sich an alle, die ihren WordPress-Auftritt optisch aufwerten möchten, ohne einen Page-Builder zu kaufen.

Stackable – DSGVO-Risiko
Cookies🟢Stackable setzt selbst keine Cookies für Website-Besucher.
Externe Verbindungen🔴Google Fonts wird automatisch geladen; der Map-Block bindet Google Maps ein – beides beim Seitenaufruf.
Datenschutzerklärung🟢Stackable selbst braucht keinen eigenen Eintrag; Google Fonts und Google Maps benötigen eigene Einträge.
Drittlandtransfer🔴Google Fonts und Google Maps übertragen Besucher-IP-Adressen an Google-Server in den USA.
Auftragsverarbeitung🟢Gambit Technologies (Anbieter von Stackable) verarbeitet keine Besucherdaten – kein Vertrag nötig.
Benutzereingaben🟢Stackable stellt keine Formulare oder Eingabefelder für Besucher bereit.

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Datenverarbeitung

Welche Daten fließen beim Einsatz von Stackable?

Stackable verarbeitet selbst keine Daten deiner Website-Besucher. Das Plugin läuft vollständig auf deinem WordPress und schickt nichts an den Anbieter Gambit Technologies. Was Stackable aber tut: Es bindet externe Dienste von Google ein, und die haben eigene Datenschutzregeln.

Konkret passiert das in zwei Situationen. Erstens: Wenn du in einem Stackable-Block eine Google-Schriftart auswählst, lädt deine Website diese Schriftart bei jedem Besuch direkt von Google-Servern. Dabei erfährt Google die IP-Adresse jedes Besuchers und weitere technische Informationen wie Browser und Betriebssystem.

Zweitens: Wenn du den Map-Block von Stackable auf einer Seite platzierst, bettet deine Website eine Google-Karte ein. Auch dabei werden beim Seitenaufruf Daten an Google übertragen – IP-Adresse des Besuchers, der angesehene Kartenausschnitt und technische Browser-Daten.

In beiden Fällen findet die Datenübertragung automatisch statt – also nicht erst, wenn jemand auf etwas klickt, sondern sobald jemand die Seite aufruft. Das ist der entscheidende Unterschied aus datenschutzrechtlicher Sicht.

Stackable und DSGVO: Datenübertragung zu Google-Servern in den USA
Sobald du eine Google-Schriftart oder den Karten-Block einsetzt, baut deine Website bei jedem Seitenaufruf automatisch Verbindungen zu Google auf – dein Cookie-Banner muss diese Verbindungen blockieren, bis der Besucher zugestimmt hat.

Cookies

Setzt Stackable Cookies auf meiner Website?

Stackable selbst setzt keine Cookies für deine Website-Besucher. Du brauchst für das Plugin selbst keine Cookie-Banner-Einträge und kein Einverständnis einzuholen. Das gilt unabhängig davon, welche Blöcke du einsetzt oder wie du das Plugin konfigurierst.

Externe Verbindungen

Baut Stackable Verbindungen zu externen Servern auf?

Stackable baut zwei externe Verbindungen auf, sobald du bestimmte Funktionen einsetzt.

Die erste betrifft Google Fonts. Sobald du in einem Stackable-Block eine Google-Schriftart im Bereich Typografie auswählst, lädt deine Website diese Schriftart automatisch von fonts.googleapis.com. Das passiert bei jedem Aufruf der betreffenden Seite und lässt sich nur durch einen Code-Eingriff deaktivieren – eine einfache Einstellung dafür gibt es im Plugin-Adminbereich nicht. Dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zugestimmt hat.

Die zweite betrifft den Map-Block. Wenn du den Karten-Block von Stackable auf einer Seite platzierst, bettet das Plugin eine Google-Karte von maps.googleapis.com ein. Diese Verbindung entsteht beim Seitenaufruf, ohne dass der Besucher auf irgendetwas klicken muss. Auch hier muss dein Cookie-Banner diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zugestimmt hat. Wenn du keine Karte brauchst, ist die einfachste Lösung: den Map-Block nicht einsetzen.

Benutzereingaben

Verarbeitet Stackable Eingaben meiner Website-Besucher?

Stackable verarbeitet keine Eingaben von Website-Besuchern. Das Plugin stellt keine Kontaktformulare, Anmeldeformulare oder andere Eingabefelder bereit. Alle Stackable-Blöcke dienen ausschließlich der Darstellung von Inhalten.

Drittlandtransfer

Werden durch Stackable Daten in die USA übertragen?

Durch die Einbindung von Google Fonts und den Map-Block von Stackable werden Daten deiner Website-Besucher an Google-Server in den USA übertragen. Betroffen sind die IP-Adressen der Besucher sowie technische Browserinformationen. Das passiert jedes Mal, wenn jemand eine Seite aufruft, auf der du eine Google-Schriftart oder den Karten-Block einsetzt.

Google hat mit der EU Vereinbarungen geschlossen, die solche Datenübertragungen in die USA unter bestimmten Bedingungen erlauben. Trotzdem musst du Besucher darüber informieren – sowohl in deiner Datenschutzerklärung als auch über deinen Cookie-Banner.

Auftragsverarbeitung

Brauche ich einen Vertrag mit dem Anbieter von Stackable?

Mit Gambit Technologies, dem Anbieter von Stackable, brauchst du keinen Auftragsverarbeitungsvertrag zu schließen. Das Plugin verarbeitet keine Besucherdaten auf Servern von Gambit Technologies – alle Daten bleiben auf deinem WordPress. Gambit Technologies erhält bei normalem Plugin-Betrieb keine Informationen über deine Website-Besucher.

Google Maps und Google Fonts erfordern eigene Verträge mit Google, die gesondert abgeschlossen werden müssen.

Datenschutzerklärung

Muss Stackable in meine Datenschutzerklärung?

Stackable selbst muss nicht in deine Datenschutzerklärung, weil das Plugin keine eigenen Besucherdaten verarbeitet. Eigene Einträge in der Datenschutzerklärung benötigen aber Google Fonts und Google Maps – also die externen Dienste, die Stackable einbinden kann.

Google Fonts und Google Maps benötigen jeweils eigene Einträge in deiner Datenschutzerklärung.

Drittanbieter

Mit welchen Diensten arbeitet Stackable zusammen?

Stackable bringt im kostenlosen Bereich eine direkte Einbindung von Google Fonts und Google Maps mit. Google Fonts wird automatisch aktiv, sobald du in einem Block eine Google-Schriftart auswählst. Den Karten-Block mit Google Maps setzt du aktiv ein, wenn du ihn auf einer Seite platzierst.

Darüber hinaus ist Stackable für die Zusammenarbeit mit WPML und Weglot (mehrsprachige Websites), Blocksy und ähnlichen Block-Themes sowie Font Awesome für Icons ausgelegt. In der Premium-Version kommen weitere Verbindungen hinzu: WooCommerce für Online-Shops, ACF und Metabox für benutzerdefinierte Felder sowie JetEngine für dynamische Inhalte.

DSGVO-Check

So prüfst du, ob Stackable auf deiner Website aktiv ist

Stackable lässt sich nicht über eigene Cookies erkennen – das Plugin setzt keine. Du kannst aber im Browser prüfen, ob deine Website Verbindungen zu Google-Servern aufbaut, die über Stackable entstehen.

Öffne eine Seite deiner Website im Browser und prüfe im Entwicklerwerkzeug (Netzwerk-Tab, in Firefox oder Chrome mit F12 erreichbar), ob Verbindungen zu fonts.googleapis.com oder maps.googleapis.com aufgebaut werden. Wenn ja, lädt deine Website Google Fonts oder Google Maps – und diese Verbindungen müssen im Cookie-Banner blockiert werden, bevor der Besucher zugestimmt hat.

Am einfachsten ist ein direkter Datenschutz-Scan deiner Website. Er erkennt automatisch, ob Stackable aktiv ist und ob externe Verbindungen zu Google aufgebaut werden – zusammen mit allen anderen Plugins und Diensten, die auf deiner Website laufen.

Datenschutz-Scan

Quellen und weiterführende Links