Warum Google Sign-In deine Datenschutzerklärung und deinen Cookie-Banner betrifft
Google Sign-In macht den Login für deine Besucher bequem, bringt aber gleich mehrere Datenschutzpflichten mit sich: Die Anmeldebibliothek baut schon beim Seitenaufruf eine Verbindung zu Google auf, und beim eigentlichen Login wandern Profildaten deiner Besucher zu Google-Servern in die USA. Das heißt konkret: dein Cookie-Banner muss die Verbindung blockieren, deine Datenschutzerklärung braucht einen eigenen Eintrag – und einen Vertrag mit Google musst du dafür trotzdem nicht abschließen.
Überblick
Was ist Google Sign-In?
Google Sign-In ist die Anmeldefunktion von Google, mit der sich Besucher deiner Website über ihr eigenes Google-Konto einloggen oder registrieren können, statt ein neues Passwort zu vergeben. Technisch läuft das über eine Google-Bibliothek, die den bekannten „Über Google anmelden“-Button oder das automatische Anmelde-Fenster (One Tap) einblendet.
| Google Sign-In – DSGVO-Risiko | ||
|---|---|---|
| Cookies | 🟢 | Das einzige gesetzte Cookie regelt nur den Anmeldestatus und ist technisch notwendig. |
| Externe Verbindungen | 🔴 | Die Anmeldebibliothek baut schon beim Seitenaufruf eine Verbindung zu Google auf. |
| Datenschutzerklärung | 🔴 | Google Sign-In muss namentlich in der Datenschutzerklärung stehen. |
| Drittlandtransfer | 🔴 | Profildaten werden an Google-Server in die USA übertragen. |
| Auftragsverarbeitung | 🟢 | Google verarbeitet die Kontodaten in eigener Verantwortung, kein Vertrag nötig. |
| Benutzereingaben | 🔴 | Beim Login wählt der Besucher aktiv sein Google-Konto aus und gibt damit Profildaten frei. |
Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?
Kostenlos. Ohne Anmeldung. Ergebnis in 60 Sekunden.
Datenverarbeitung
Welche Daten verarbeitet Google Sign-In genau?
Sobald die Google-Bibliothek auf deiner Seite eingebunden ist, lädt sie beim Seitenaufruf automatisch – noch bevor jemand irgendetwas anklickt.
Klickt ein Besucher auf den Anmelde-Button oder bestätigt das automatische Anmelde-Fenster, wählt er sein Google-Konto aus und bestätigt die Weitergabe seiner Profildaten. Google überträgt daraufhin die eindeutige Google-Konto-ID, die E-Mail-Adresse samt Bestätigungsstatus, Vor- und Nachnamen sowie die URL des Profilbilds an deine Website.
Diese Daten landen direkt in deinem WordPress und du bist als Website-Betreiber für ihre weitere Verarbeitung und Speicherung verantwortlich. Vergleichbar ist das mit einem Türsteher, der einen Ausweis prüft und dir danach Name und Foto weiterreicht, damit du weißt, wer eingetreten ist.

Cookies
Setzt Google Sign-In Cookies bei deinen Besuchern?
Google Sign-In setzt das Cookie g_state, das ausschließlich speichert, ob sich ein Besucher zuletzt abgemeldet hat. Es sorgt technisch dafür, dass er nach einem bewussten Logout nicht sofort wieder automatisch angemeldet wird. Dieses Cookie ist technisch notwendig und braucht keine Zustimmung im Cookie-Banner. Es dient weder der Werbung noch der Statistik und verfolgt Besucher nicht über andere Websites hinweg.
Externe Verbindungen
Welche Verbindung baut Google Sign-In zu Google auf?
Die Anmeldebibliothek von Google Sign-In lädt ein Skript von den Google-Adressen accounts.google.com/gsi/client und teils apis.google.com. Diese Verbindung entsteht beim Aufruf deiner Seite – unabhängig davon, ob sich jemand tatsächlich anmeldet.
Dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt. Der häufigste Fehler ist, Google Sign-In im Cookie-Banner gar nicht als eigenen Dienst einzutragen, sodass die Bibliothek unbemerkt schon vor jeder Zustimmung lädt und dabei IP-Adresse und aufgerufene URL an Google überträgt.
Benutzereingaben
Was passiert, wenn sich jemand über Google Sign-In anmeldet?
Beim Login wählt der Besucher sein Google-Konto aus und bestätigt aktiv die Weitergabe seiner Profildaten – ein klassisches Formular mit Name oder E-Mail-Adresse gibt es dabei nicht, die Auswahl des Kontos übernimmt diese Funktion. Diese Datenübertragung entsteht erst durch die aktive Auswahl des Besuchers, ein Cookie-Banner kann sie nicht blockieren. Direkt beim Anmelde-Button sollte deshalb ein Hinweis auf deine Datenschutzerklärung stehen, damit Besucher vor dem Klick wissen, welche Daten dabei an deine Website übertragen werden.
Drittlandtransfer
Werden bei Google Sign-In Daten in die USA übertragen?
Google Sign-In überträgt die Profildaten deiner Besucher an Google-Server, die auch in den USA stehen. Google hat sich gegenüber der EU verpflichtet, mit diesen Daten nach vereinbarten Regeln umzugehen, wodurch die Übertragung erlaubt ist. Für deine Besucher bedeutet das trotzdem: Ihre Kontodaten verlassen die EU.
Auftragsverarbeitung
Brauchst du für Google Sign-In einen Vertrag mit Google?
Für Google Sign-In brauchst du keinen gesonderten Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Google. Google verarbeitet die beim Login übertragenen Kontodaten in eigener Verantwortung und nicht in deinem Auftrag – vergleichbar mit einer Behörde, die einen Ausweis selbst ausstellt und dafür auch selbst verantwortlich bleibt. Ein Angebot für einen Auftragsverarbeitungsvertrag zu Google Sign-In gibt es bei Google dafür nicht.
Datenschutzerklärung
Muss Google Sign-In in deine Datenschutzerklärung?
Google Sign-In muss namentlich in deiner Datenschutzerklärung stehen, weil beim Login Profildaten zwischen Google und deiner Website ausgetauscht werden. Deine Besucher müssen vorab nachlesen können, welche Daten das sind und wohin sie übertragen werden.
Wir nutzen Google Sign-In.
Google Sign-In stellt beim Laden der Website eine Verbindung zu Servern von Google Ireland Limited her, die nicht technisch notwendig ist und für die deine Einwilligung erforderlich ist. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung). Dabei können unter anderem die IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen verarbeitet werden.
Wenn du über ein Formular von Google Sign-In deine Daten eingibst, werden diese ausschließlich auf unserem eigenen Server verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben.
Fehler
Welche Fehler kommen bei Google Sign-In in unseren DSGVO-Checks am häufigsten vor?
Google Sign-In taucht bei 1 % der Websites auf, die unser DSGVO-Scanner bisher geprüft hat. Dabei wurden folgende Fehler festgestellt:
Prozentangaben beziehen sich auf Websites, bei denen Google Sign-In gefunden wurde.
DSGVO-Check
Was bringt dir ein DSGVO-Check für deine Website?
Ein Scan auf datenrein.de liest genau die Signale aus, die auch bei Google Sign-In den Unterschied machen: welche Skripte beim Seitenaufruf laden und welche Cookies dabei gesetzt werden.
Diese Signale ordnen wir bekannten Tools zu oder nehmen sie als neuen Fall für weitere Recherchen auf. Du bekommst dadurch eine echte Einschätzung deiner eigenen Website, und mit jedem Scan werden auch die Ergebnisse für alle anderen Website-Betreiber treffsicherer. Prüfe jetzt kostenlos, ob Google Sign-In oder andere Dienste auf deiner Website Datenschutzaufgaben auslösen.

