Qapla im Einsatz: Warum die Sendungsverfolgung trotzdem in deine Datenschutzerklärung gehört
Qapla ist in vielen deutschen und österreichischen Onlineshops die stille Kraft hinter der Sendungsverfolgung – das kleine Trackingfenster, das den Paketstatus anzeigt, ohne dass Kunden den Shop verlassen müssen. Technisch bleibt das Tool erstaunlich schlank: keine Cookies, keine Formulare, kein Datenabfluss außerhalb der EU. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Blick in die Datenschutzerklärung, denn ganz ohne Datenaustausch geht auch Qapla nicht.
Überblick
Was ist Qapla?
Qapla ist ein italienischer Dienst, der die Sendungsverfolgung von mehr als 100 Kurierunternehmen in einem einheitlichen Trackingfenster auf deiner Website zusammenfasst. Statt Kunden auf die Seite des jeweiligen Kuriers zu schicken, bindest du ein kleines Skript ein, das den aktuellen Versandstatus direkt auf deiner Bestell- oder Trackingseite anzeigt.
| Qapla – DSGVO-Risiko | ||
|---|---|---|
| Cookies | 🟢 | Qapla setzt über das Trackingskript selbst keine Cookies. |
| Externe Verbindungen | 🔴 | Das Trackingskript lädt bei jedem Seitenaufruf automatisch Daten von Qapla-Servern. |
| Datenschutzerklärung | 🔴 | Wegen dieser automatischen Verbindung braucht Qapla einen eigenen Eintrag. |
| Drittlandtransfer | 🟢 | Qapla sitzt in Italien, die Daten bleiben innerhalb der EU. |
| Auftragsverarbeitung | 🟢 | Kein öffentlich zugänglicher Auftragsverarbeitungsvertrag auffindbar. |
| Benutzereingaben | 🟢 | Besucher geben im Trackingfenster selbst nichts ein. |
| KI-Verarbeitung | 🟢 | Qapla verarbeitet keine Besucherdaten über eine KI-Funktion. |
Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?
Kostenlos. Ohne Anmeldung. Ergebnis in 60 Sekunden.
Datenverarbeitung
Was passiert mit den Daten, wenn du Qapla einbindest?
Sobald jemand deine Bestell- oder Trackingseite öffnet, holt sich das eingebundene Qapla-Skript automatisch im Hintergrund den aktuellen Sendungsstatus – ganz ohne dass der Besucher irgendetwas anklickt oder ausfüllt. Dabei reist zwangsläufig die IP-Adresse des Besuchers mit, sonst käme keine Antwort zurück.
Weil Qapla als Unternehmen in Italien sitzt, bleibt diese Verbindung innerhalb der EU, ein Datentransfer in ein Drittland findet nicht statt. Ein eigenes Formular oder Eingabefeld bringt das Trackingfenster nicht mit. Du trägst API-Schlüssel und Bestellnummer selbst im Code ein, der Besucher gibt nichts händisch ein.
Auch Cookies setzt das Skript nach allem, was sich dazu finden lässt, nicht. Der einzige Punkt, der wirklich Aufmerksamkeit braucht, ist genau diese automatische Verbindung zu Qapla: Sie reicht bereits aus, damit Qapla namentlich in deine Datenschutzerklärung gehört. Einen öffentlich einsehbaren Weg zu einem Auftragsverarbeitungsvertrag mit Qapla gibt es aktuell nicht, das bleibt also offen, solltest du größere Mengen an Bestelldaten über die Schnittstelle austauschen.

Externe Verbindungen
Warum baut Qapla eine externe Verbindung auf?
Das Trackingskript von Qapla lädt bei jedem Aufruf der Seite, auf der es eingebunden ist, automatisch den aktuellen Versandstatus von den Servern des Anbieters. Eine sparsamere Alternative gibt es dafür nicht: Der ganze Sinn der Anzeige ist, den tatsächlichen, live abgefragten Status bei deinem Kurier zu zeigen – das lässt sich nicht selbst hosten oder im Voraus herunterladen, ohne dass die Anzeige veraltet oder falsch wird. Diese Verbindung ist für die Funktion des Trackingfensters notwendig und muss nicht im Cookie-Banner blockiert werden. Sie gehört aber in deine Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung
Muss Qapla in deine Datenschutzerklärung?
Qapla muss namentlich in deine Datenschutzerklärung, weil das Trackingskript bei jedem Seitenaufruf automatisch eine Verbindung zu den Servern des Anbieters aufbaut und dabei die IP-Adresse des Besuchers überträgt. Das gilt unabhängig davon, dass kein Cookie-Banner nötig ist – die Informationspflicht besteht trotzdem.
Wir nutzen Qapla.
Qapla stellt beim Laden der Website automatisch eine Verbindung zu Servern von Qapla' S.p.A. SB her. Diese Verbindung ist technisch notwendig und erfolgt auf Grundlage unseres berechtigten Interesses an einer funktionsfähigen Website (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Dabei können unter anderem die IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen verarbeitet werden.
Fehler
Welche Fehler kommen bei Qapla in unseren DSGVO-Checks am häufigsten vor?
Qapla taucht bei 1 % der Websites auf, die unser DSGVO-Scanner bisher geprüft hat. Dabei wurden folgende Fehler festgestellt:
Prozentangaben beziehen sich auf Websites, bei denen Qapla gefunden wurde.
DSGVO-Check
Was bringt dir ein DSGVO-Check zu Qapla auf deiner eigenen Website?
Ein Scan zeigt dir schwarz auf weiß, ob und wo Qapla auf deiner Website tatsächlich aktiv ist, statt dass du selbst im Quellcode nach dem Trackingskript suchst oder rätst, ob es noch drin ist.
Jeder DSGVO-Check liefert außerdem echte technische Treffer, die wir bekannten Tools wie Qapla zuordnen oder als neuen Fall in die Recherche aufnehmen, wenn wir sie noch nicht kennen. Je mehr Websites gescannt werden, desto mehr Tools erkennen wir zuverlässig – davon profitiert am Ende jeder, der seine Website prüft.

