YouTube einbetten, aber ohne Cookie-Banner? Das geht nicht auf.
YouTube-Videos machen jeden Beitrag lebendiger, deshalb landet der Embed-Code auf unzähligen WordPress-Seiten. Datenschutzrechtlich ist die Einbindung aber kein Nebenschauplatz: Schon beim Laden der Seite baut YouTube Verbindungen zu Google auf und setzt Cookies, bevor überhaupt jemand auf Play klickt. Wer das ignoriert, hat ein konkretes Problem in der Datenschutzerklärung und im Cookie-Banner offen.
Überblick
Was ist YouTube?
YouTube ist die Videoplattform von Google, auf der Nutzer weltweit Videos hochladen, ansehen und kommentieren. Über den Embed-Code oder den passenden WordPress-Block lässt sich ein YouTube-Video direkt in einen Beitrag einbauen, sodass Besucher es ansehen können, ohne deine Seite zu verlassen.
| YouTube – DSGVO-Risiko | ||
|---|---|---|
| Cookies | 🔴 | Setzt bereits beim Laden der Seite zustimmungspflichtige Cookies. |
| Externe Verbindungen | 🔴 | Baut beim Laden Verbindungen zu mehreren Google-Domains auf. |
| Datenschutzerklärung | 🔴 | Braucht einen eigenen Eintrag in deiner Datenschutzerklärung. |
| Drittlandtransfer | 🔴 | Überträgt Daten deiner Besucher in die USA. |
| Auftragsverarbeitung | 🟢 | Kein Vertrag mit Google für die Video-Einbindung nötig. |
| Benutzereingaben | 🟢 | Stellt kein Eingabefeld auf deiner Website bereit. |
Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?
Kostenlos. Ohne Anmeldung. Ergebnis in 60 Sekunden.
Datenverarbeitung
Was passiert genau, wenn ein Besucher deine Seite mit YouTube-Video öffnet?
Sobald ein Besucher deine Seite mit dem eingebetteten Video aufruft, lädt sein Browser automatisch Inhalte von mehreren Google-Servern – Player-Skripte, Vorschaubilder und Kanalbilder. Das passiert, bevor er das Video überhaupt anklickt.
Dabei erhält Google die IP-Adresse des Besuchers, Informationen zu seinem Browser und die Information, dass er genau diese Seite auf deiner Website besucht hat.
Der sogenannte erweiterte Datenschutzmodus über die Adresse youtube-nocookie.com verschiebt das Setzen der eigentlichen Tracking-Cookies auf den Moment, in dem jemand auf Play klickt – die Verbindung zu Google und die Übertragung von IP-Adresse und Seitenaufruf bleiben aber in beiden Varianten bestehen.

Cookies
Welche Cookies setzt YouTube auf deiner Website?
YouTube setzt beim Einbetten mehrere Cookies, die für Cookie-Recherche-Zwecke, Personalisierung und Betrugserkennung gedacht sind: YSC, VISITOR_INFO1_LIVE, VISITOR_PRIVACY_METADATA, __Secure-ROLLOUT_TOKEN und __Secure-YNID. Diese Cookies sind zustimmungspflichtig, weil sie nicht ausschließlich technisch notwendig sind, sondern unter anderem personalisierte Empfehlungen und Werbung ermöglichen. Dein Cookie-Banner muss diese Cookies blockieren, bis der Besucher zustimmt.
Externe Verbindungen
Welche externen Verbindungen baut YouTube auf?
Ein eingebettetes YouTube-Video lädt Inhalte von mehreren Google-Domains: youtube.com für den Player selbst, i.ytimg.com für Vorschaubilder, yt3.ggpht.com für Kanalbilder, gstatic.com für statische Player-Elemente, jnn-pa.googleapis.com für Player-Daten und youtube-nocookie.com für die datenschutzfreundlichere Variante. Diese Verbindungen entstehen beim Laden der Seite und sind für den Betrieb deiner Website nicht notwendig. Dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt.
Drittlandtransfer
Überträgt YouTube Daten deiner Besucher in die USA?
YouTube gehört zu Google LLC mit Sitz in den USA, und die Server, die das eingebettete Video ausliefern, stehen dort. Die IP-Adresse und der Seitenaufruf deiner Besucher gehen also in ein Land außerhalb der EU. Google hat mit der EU vereinbart, dass solche Datentransfers unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind. Trotzdem findet die Übertragung selbst statt und muss in deiner Datenschutzerklärung stehen.
Auftragsverarbeitung
Brauchst du einen Vertrag mit Google für die YouTube-Einbindung?
Für die reine Video-Einbindung brauchst du keinen gesonderten Vertrag mit Google. Google verarbeitet die Daten aus dem eingebetteten Video für eigene Zwecke und nicht in deinem Auftrag, deshalb greift hier keine Auftragsverarbeitung. Dieser Punkt trifft für YouTube deshalb nicht zu.
Datenschutzerklärung
Muss YouTube in deine Datenschutzerklärung?
YouTube muss namentlich in deiner Datenschutzerklärung stehen, weil die Einbindung Cookies setzt und Daten deiner Besucher in die USA überträgt. Trage konkret ein, dass du YouTube-Videos einbindest, welche Cookies dabei gesetzt werden und dass Daten an Google in die USA gehen.
Wir nutzen YouTube für Video-Hosting & Player.
YouTube setzt beim Laden der Website Cookies bzw. ähnliche Kennungen ein und baut eine Verbindung zu Servern von Google Ireland Limited auf. Beides ist nicht technisch notwendig und erfolgt auf Grundlage deiner Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Dabei können unter anderem die IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen verarbeitet werden. Du kannst deine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Fehler
Welche Fehler kommen bei YouTube in unseren DSGVO-Checks am häufigsten vor?
YouTube taucht bei 8 % der Websites auf, die unser DSGVO-Scanner bisher geprüft hat. Dabei wurden folgende Fehler festgestellt:
Prozentangaben beziehen sich auf Websites, bei denen YouTube gefunden wurde.
DSGVO-Check
Was bringt dir ein DSGVO-Check für deine Website?
Jeder Scan auf datenrein.de liest echte Signale von deiner Website aus – zum Beispiel welche Skripte laden oder welche Cookies gesetzt werden – und ordnet sie bekannten Tools wie YouTube zu oder nimmt sie als neuen Fall für weitere Recherchen auf.
Für dich bedeutet das: Du bekommst eine konkrete Einschätzung zu deiner eigenen Website statt einer allgemeinen Checkliste. Gleichzeitig wird dadurch die Erkennung für alle anderen Website-Betreiber treffsicherer, die später scannen. Prüfe jetzt kostenlos, ob YouTube oder andere Dienste auf deiner Website Datenschutzaufgaben auslösen.

