Elementor und Datenschutz: Wann deine Website doch Daten nach außen schickt
Elementor selbst ist datenschutzrechtlich unkompliziert – das Plugin läuft lokal und schickt keine Besucherdaten nach außen. Datenschutzrelevant wird es erst durch die Inhalte, die du auf deinen Seiten einbaust: ein eingebettetes YouTube-Video, eine Google-Maps-Karte, Social-Media-Icons oder eine Google-Schriftart, die du extern lädst. Jedes dieser Elemente baut beim Seitenaufruf eine Verbindung zu einem externen Anbieter auf – und das braucht in den meisten Fällen die Zustimmung deiner Besucher.
Überblick
Was ist Elementor?
Elementor ist ein Page-Builder-Plugin für WordPress. Du ziehst Elemente wie Texte, Bilder, Buttons oder Formulare per Drag-and-drop auf deine Seite – ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen. Elementor ist eines der meistgenutzten Plugins im WordPress-Ökosystem und gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version (Elementor Pro).
| Elementor – DSGVO-Risiko | ||
|---|---|---|
| Cookies | 🟢 | Elementor setzt keine zustimmungspflichtigen Cookies für Website-Besucher. |
| Externe Verbindungen | 🟡 | Entsteht durch eingebundene Widgets – z. B. YouTube, Google Maps oder extern geladene Google Fonts. |
| Datenschutzerklärung | 🟢 | Kein eigener Eintrag nötig – Elementor verarbeitet keine Besucherdaten für sich selbst. |
| Drittlandtransfer | 🟡 | Nur durch eingebundene Widgets wie YouTube oder Google Maps sowie extern geladene Google Fonts. |
| Auftragsverarbeitung | 🟢 | Kein Vertrag mit Elementor nötig – alle Daten bleiben in deinem WordPress. |
| Benutzereingaben | 🟡 | Nur relevant, wenn du Elementor Pro nutzt und das Formular-Widget einsetzt. |
Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?
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Datenverarbeitung
Was passiert mit Besucherdaten, wenn Elementor aktiv ist?
Elementor selbst speichert keine Besucherdaten und schickt nichts an externe Server. Alles, was das Plugin für den Betrieb braucht – Seitenstruktur, Design, Einstellungen – liegt in deiner WordPress-Datenbank auf deinem Hosting. Dein Hosting-Anbieter verwaltet diese Daten, nicht Elementor.
Datenschutzrelevant wird Elementor durch die Inhalte, die du auf deinen Seiten einbaust. Wenn du ein YouTube-Video einbettest, baut deine Website beim Seitenaufruf eine Verbindung zu YouTube auf – unabhängig davon, ob der Besucher das Video abspielt. Dasselbe gilt für Google Maps, Social-Media-Icons oder Share-Buttons. Jedes dieser Elemente überträgt die IP-Adresse des Besuchers an den jeweiligen Anbieter, sobald die Seite geladen wird.
Dazu kommt Google Fonts: Wenn du in Elementor eine Google-Schriftart verwendest und diese nicht lokal speicherst, lädt deine Website die Schrift bei jedem Seitenaufruf direkt von Google-Servern. Seit Version 3.32.1 ist das standardmäßig deaktiviert – bei älteren Installationen lohnt sich ein kurzer Blick in die Einstellungen.
Im Grundbetrieb gilt: Elementor läuft lokal, verarbeitet keine Besucherdaten für sich selbst und schickt nichts nach außen.

Externe Verbindungen
Wann brauche ich einen Cookie-Banner bei Elementor?
Elementor selbst baut im Grundbetrieb keine externen Verbindungen auf. Was externe Verbindungen erzeugt, sind die Widgets, die du auf deinen Seiten einsetzt.
Das Video-Widget bettet YouTube oder Vimeo ein – sobald eine Seite mit diesem Widget geladen wird, verbindet sich dein Browser mit den Servern von YouTube oder Vimeo, noch bevor jemand auf „Abspielen“ klickt. Das Karten-Widget lädt Google Maps direkt beim Seitenaufruf. Social-Media-Icons und Share-Buttons verbinden sich mit Facebook, Instagram, X und anderen Plattformen. Jede dieser Verbindungen überträgt die IP-Adresse des Besuchers an den jeweiligen Anbieter.
Dein Cookie-Banner muss alle diese Verbindungen blockieren, bis der Besucher zustimmt. Die meisten Cookie-Banner-Plugins können das automatisch – du musst die eingebundenen Dienste dort aber einmalig eintragen oder freischalten.
Dazu kommt Google Fonts: Wenn du in Elementor eine Google-Schriftart verwendest, kann Elementor diese entweder lokal von deinem Server oder direkt von Google-Servern laden. Seit Version 3.32.1 ist das externe Laden standardmäßig deaktiviert. Bei älteren Installationen lohnt sich ein Blick unter Elementor > Einstellungen > Erweitert > Google Fonts. Steht die Option nicht auf „Deaktivieren“, schickt deine Website bei jedem Seitenaufruf die IP-Adresse deiner Besucher an Google – auch ohne Zustimmung. In dem Fall muss dein Cookie-Banner diese Verbindung blockieren oder du deaktivierst Google Fonts vollständig.
Die optionale Funktion „Nutzungsdaten teilen“ in den Elementor-Einstellungen überträgt einmal pro Woche technische Daten über deine Plugin-Konfiguration an Elementor – das läuft ausschließlich im Hintergrund deines WordPress-Adminbereichs und betrifft deine Website-Besucher nicht.
Benutzereingaben
Verarbeitet Elementor Formulardaten von Website-Besuchern?
Elementor in der kostenlosen Version enthält kein Formular-Widget. Website-Besucher können dort keine Daten eingeben, die Elementor verarbeitet.
Elementor Pro enthält ein Formular-Widget, mit dem du Kontaktformulare, Anmeldefelder oder andere Eingabemasken direkt auf deiner Seite einbauen kannst. Wenn du dieses Widget einsetzt, geben Besucher Daten ein – zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse oder Nachrichten. Diese Daten werden standardmäßig lokal in deiner WordPress-Datenbank gespeichert und nicht an Elementor weitergeleitet. Direkt beim Formular muss ein kurzer Hinweis auf deine Datenschutzerklärung stehen, damit Besucher wissen, was mit ihren Daten passiert.
Wenn du das Formular-Widget nicht einsetzt, ist dieser Punkt für dich nicht relevant.
Drittlandtransfer
Werden durch Elementor Daten in die USA übertragen?
Elementor Ltd. hat seinen Sitz in Israel. Israel gilt datenschutzrechtlich als sicheres Drittland – ein Transfer von Daten zu Elementor selbst ist daher unproblematisch. Das betrifft aber ohnehin nur die Admin-Kommunikation, nicht deine Besucher.
Eine Datenübertragung in die USA entsteht durch Elementor in zwei Fällen: Erstens, wenn du Google Fonts extern lädst – dann übermittelt deine Website die IP-Adresse jedes Besuchers an Google in den USA. Das ist bei aktuellen Elementor-Installationen standardmäßig deaktiviert, bei älteren Installationen aber einen Blick wert.
Zweitens entstehen USA-Transfers durch eingebundene Widgets wie YouTube oder Google Maps – diese Verbindungen gehen direkt zu Google-Servern in den USA, sobald die jeweilige Seite aufgerufen wird.
Datenschutzerklärung
Muss Elementor in meiner Datenschutzerklärung stehen?
Elementor selbst verarbeitet keine Besucherdaten und muss daher nicht in deine Datenschutzerklärung. Das Plugin läuft lokal in deinem WordPress, ohne Daten nach außen zu schicken.
Eingebundene Dienste, die über Elementor-Widgets aktiv werden – zum Beispiel Google Fonts, Google Maps, YouTube oder Social-Media-Plattformen –, benötigen eigene Einträge in deiner Datenschutzerklärung. Diese Dienste sind jedoch nicht Elementor selbst, sondern eigenständige Drittanbieter.
Sonderfall: Die Datenschutzerklärung für Formulardaten, wenn du das Formular-Widget von Elementor Pro einsetzt.
DSGVO-Check
Wie erkenne ich, ob Elementor auf meiner Website Datenschutzprobleme verursacht?
Elementor verrät sich nicht durch eigene Cookie-Namen oder externe Domains, die du im Browser prüfen könntest. Das Plugin selbst hinterlässt keine sichtbaren Spuren im Netzwerk-Traffic deiner Besucher.
Um zu prüfen, ob Google Fonts über deine Website extern geladen werden, kannst du in deinem Browser die Entwicklertools öffnen (Taste F12, dann „Netzwerk“) und deine Website aufrufen. Wenn du in der Liste der Anfragen Verbindungen zu fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com siehst, laufen Google Fonts noch extern. Ein Datenschutz-Scan deiner Website zeigt dir das ebenfalls – zusammen mit allen anderen externen Verbindungen, die beim Seitenaufruf entstehen.

