Uncode Theme selbst ist aus Datenschutzsicht harmlos: keine Tracking-Cookies, keine eigene Datenverarbeitung, kein Vertrag mit Undsgn nötig. Der Haken steckt in einem Detail, das viele beim Einrichten übersehen – Google Fonts werden nach dem Demo-Import standardmäßig von Google-Servern geladen, und das schickt die IP-Adresse deiner Besucher ohne Einwilligung in die USA. Das lässt sich aber mit wenigen Schritten abstellen.
Überblick
Was ist Uncode Theme?
Uncode ist ein kommerzielles WordPress-Theme des italienischen Entwicklers Undsgn, das auf Agenturen, Portfolios und WooCommerce-Shops ausgerichtet ist. Es enthält einen angepassten Page Builder, eine umfangreiche Demo-Bibliothek und ein optionales Privacy-Plugin zur Einwilligungssteuerung externer Dienste. Uncode wird über ThemeForest vertrieben und hat über 125.000 Verkäufe.
Uncode Theme – DSGVO-Risiko
| Kriterium | Risiko | Einschätzung |
|---|---|---|
| Cookies | 🟢 | Nur technisch notwendige Cookies für das Bildoptimierungs-System – keine Zustimmung erforderlich. |
| Externe Verbindungen | 🟡 | Google Fonts werden nach Demo-Import extern geladen – abstellbar durch lokales Einbinden der Schriften. |
| Datenschutzerklärung | 🟢 | Das Theme selbst verarbeitet keine Besucherdaten – kein eigener Eintrag nötig. |
| Drittlandtransfer | 🟡 | USA-Transfer entsteht nur wenn Google Fonts extern geladen oder optionale Dienste wie YouTube aktiviert werden. |
| Auftragsverarbeitung | 🟢 | Undsgn erhält keine Besucherdaten – kein Vertrag erforderlich. |
| Benutzereingaben | 🟢 | Das Theme enthält keine eigenen Formulare mit Datenübermittlung. |
Datenverarbeitung
Was passiert mit Besucherdaten beim Einsatz von Uncode Theme?
Uncode Theme selbst verarbeitet keine personenbezogenen Daten deiner Website-Besucher. Das Theme kümmert sich um das Layout, die Darstellung und den Seitenaufbau – es schickt dabei nichts an Undsgn und speichert auch nichts, was einem bestimmten Besucher zugeordnet werden könnte.
Datenschutzrelevant wird Uncode in zwei konkreten Situationen.
- Wenn beim Einrichten der Demo-Inhalt importiert wird, lädt das Theme die darin enthaltenen Schriften direkt von Googles Servern. Dabei erfährt Google die IP-Adresse jedes Besuchers deiner Website – ohne dessen Einwilligung.
- Wenn du im Theme Videos, Musik oder Social-Media-Einbettungen von Diensten wie YouTube, Vimeo oder Spotify aktivierst, entstehen externe Verbindungen zu diesen Anbietern. Beide Situationen lassen sich steuern – entweder durch lokales Einbinden der Schriften oder durch das mitgelieferte Privacy-Plugin.

Cookies
Setzt Uncode Theme Cookies, die eine Einwilligung brauchen?
Uncode Theme setzt drei Cookies – uncodeAI.css, uncodeAI.images und uncodeAI.screen – die ausschließlich für das interne Bildoptimierungs-System des Themes genutzt werden. Sie speichern kurzzeitig technische Informationen zur Bildschirmgröße, damit das Theme Bilder in der richtigen Auflösung ausliefert. Keine dieser Informationen ist einem bestimmten Besucher zuzuordnen.
Alle drei Cookies sind technisch notwendig und brauchen keine Einwilligung im Cookie-Banner. Sie müssen auch nicht in der Datenschutzerklärung erwähnt werden, weil sie keine personenbezogenen Daten verarbeiten.
Wenn das optionale Privacy-Plugin aktiviert ist, kommt ein weiterer Cookie namens uncode_privacy dazu – auch dieser ist rein technisch und speichert lediglich die Einwilligungsentscheidung des Besuchers.
Externe Verbindungen
Baut Uncode Theme Verbindungen zu externen Servern auf?
Uncode Theme baut eine externe Verbindung zu Google auf, wenn Schriften über Google Fonts geladen werden. Das passiert automatisch, sobald beim Einrichten der Demo-Inhalt importiert wird – die darin enthaltenen Schriften sind standardmäßig so konfiguriert, dass sie von Googles Servern abgerufen werden. Bei jedem Seitenaufruf wird dabei die IP-Adresse deiner Besucher an Google übermittelt.
Diese Verbindung entsteht beim Seitenaufruf, ist nicht für den Betrieb deiner Website zwingend notwendig, und dein Cookie-Banner müsste sie eigentlich blockieren, bis der Besucher zugestimmt hat. Der einfachste Weg, das Problem zu lösen, ist, die Schriften stattdessen lokal auf deinem Server zu speichern. Undsgn stellt dafür eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bereit: Schriften über den Google WebFonts Helper herunterladen, in den Child-Theme-Ordner hochladen und in den Theme-Einstellungen unter „Typografie → Eigene Schriften“ auf „Manuell eingegeben“ umstellen. Danach ruft das Theme keine Google-Server mehr auf.
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Benutzereingaben
Verarbeitet Uncode Theme Daten aus Formularen oder Nutzereingaben?
Uncode Theme enthält keine eigenen Formulare und übermittelt keine Eingaben deiner Besucher an Undsgn. Formulare auf Uncode-Websites entstehen durch separate Plugins wie Contact Form 7 oder Gravity Forms – diese sind eigenständige Dienste und nicht Teil des Themes.
Drittlandtransfer
Werden durch Uncode Theme Daten in Länder außerhalb der EU übertragen?
Ein Datentransfer in die USA entsteht, wenn Google Fonts nicht lokal eingebunden sind. In diesem Fall wird bei jedem Seitenaufruf die IP-Adresse deines Besuchers an Google in die USA übermittelt. Das lässt sich abstellen, indem du die Schriften lokal auf deinem Server hostest – dazu die Einstellung in den Theme-Einstellungen unter „Typografie → Eigene Schriften → Manuell eingegeben“ nutzen.
Wenn du außerdem optionale Dienste wie YouTube, Vimeo, Spotify oder Facebook im Theme aktivierst, entstehen weitere Verbindungen in die USA. Diese Dienste sind nicht automatisch aktiv – sie entstehen nur, wenn du sie in deinen Seiten einbindest.
Auftragsverarbeitung
Brauche ich mit Undsgn einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Undsgn brauchst du nicht. Uncode Theme verarbeitet keine Besucherdaten deiner Website – es findet keine Datenübertragung an Undsgn statt. Das Theme läuft vollständig auf deinem Server und schickt nichts an den Anbieter.
Datenschutzerklärung
Muss Uncode Theme in die Datenschutzerklärung?
Uncode Theme selbst verarbeitet keine Besucherdaten und braucht daher keinen eigenen Eintrag in deiner Datenschutzerklärung.
Falls du Google Fonts extern lädst oder optionale Dienste wie Google Fonts, YouTube, Vimeo, Spotify, SoundCloud, Twitter oder Facebook eingebunden hast, benötigen diese jeweils eigene Einträge in deiner Datenschutzerklärung. Das gilt unabhängig davon, ob du sie über Uncode oder ein anderes Tool einbindest.
Drittanbieter
Mit welchen externen Diensten lässt sich Uncode Theme verbinden?
Uncode Theme unterstützt die optionale Einbindung externer Mediendienste: YouTube, Vimeo, SoundCloud und Spotify für Videos und Audio sowie Twitter und Facebook für Social-Media-Einbettungen. Alle diese Verbindungen entstehen nur, wenn du die entsprechenden Inhalte aktiv in deinen Seiten einbaust – sie sind nicht automatisch aktiv.
Für diese Dienste bringt Uncode ein eigenes Privacy-Plugin mit, das du separat installieren und konfigurieren musst. Damit lässt sich festlegen, dass YouTube-Videos oder Spotify-Player erst nach Einwilligung des Besuchers geladen werden. Das Plugin deckt ausschließlich die genannten nativen Mediendienste ab – Plugins von Drittanbietern, die du zusätzlich installierst, musst du separat absichern.
Im Bereich Schriften unterstützt Uncode neben Google Fonts auch Adobe Fonts (Typekit) sowie selbst gehostete Schriften. Google Analytics lässt sich als optionaler Tracking-Dienst ergänzen.
Alternative
Gibt es datenschutzfreundlichere Alternativen zu Uncode Theme?
Eine direkte datenschutzfreundlichere Alternative, die denselben Funktionsumfang bietet, gibt es nicht. Uncode ist ein spezialisiertes Premium-Theme für Agenturen und kreative Projekte mit einem proprietären Page Builder und einer umfangreichen Demo-Bibliothek. Themes wie Kadence oder Astra decken andere Zielgruppen ab und sind kein gleichwertiger Ersatz.
Datenschutztechnisch wird Uncode mit lokalen Schriften und dem eingebundenen Privacy-Plugin bereits sehr gut handhabbar – ein Themewechsel ist aus Datenschutzsicht nicht erforderlich.
Fehler
Typische Datenschutz-Fehler bei Uncode Theme
Der häufigste Fehler passiert beim Einrichten: Wer den Demo-Inhalt importiert, übernimmt damit automatisch Google Fonts als externe Verbindung – und vergisst danach, die Schriften auf lokales Laden umzustellen. Dass dabei bei jedem Seitenaufruf eine IP-Adresse an Google geht, ist im Backend nicht sichtbar.
Ein weiterer Fehler: Das Privacy-Plugin wird zwar installiert, aber nicht vollständig konfiguriert. Wenn keine Dienste in den Einstellungen angelegt werden, zeigt das Plugin zwar ein Banner an, blockiert aber nichts. Prüfe deshalb nach der Installation, ob die Einwilligungs-IDs für alle eingebundenen Dienste (YouTube, Vimeo usw.) korrekt eingetragen sind.
Außerdem vergessen viele, dass das Privacy-Plugin nur die nativen Mediendienste von Uncode abdeckt. Wenn du zusätzliche Plugins mit externen Verbindungen nutzt – zum Beispiel Kontaktformulare oder Statistik-Tools – braucht dein Cookie-Banner dafür separate Regeln.
DSGVO-Check
Woran erkenne ich, ob Uncode Theme auf meiner Website externe Verbindungen aufbaut?
Uncode Theme selbst verrät sich nicht über eigene externe Domains – die technischen Cookies des Themes (uncodeAI.css, uncodeAI.images, uncodeAI.screen) entstehen lokal und sind kein Hinweis auf eine externe Verbindung.
Das eigentliche Problem – Google Fonts – erkennst du daran, dass deine Website eine Verbindung zu fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com aufbaut. Diese Domains gehören Google und zeigen an, dass Schriften noch extern geladen werden. Ein Datenschutz-Scan deiner Website listet solche Verbindungen direkt auf.
Quellen und weiterführende Links
- Uncode Theme – ThemeForest Produktseite
- Uncode Theme – offizielle Dokumentation und Help Center
- Undsgn – Uncode Cookies (offizielle Beschreibung)
- Undsgn – DSGVO & Datenschutz: Allgemeine Hinweise
- Undsgn – Privacy Plugin Dokumentation
- Undsgn – Anleitung: Google Fonts selbst hosten
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