Kalender.digital eingebunden: Wo bei Terminbuchungen der Datenschutz-Haken liegt
Kalender.digital ist einer der unaufgeregteren Terminkalender da draußen: deutscher Anbieter, deutscher Server, kein Konto-Zwang. Trotzdem bringt er zwei Dinge mit, die du in deiner Datenschutzerklärung sauber abbilden musst, sobald du ihn auf deiner Seite einbindest.
Überblick
Was ist Kalender.digital?
Kalender.digital ist ein Online-Kalender aus Düsseldorf, den du per iFrame, Textlink oder Button in deine eigene Website einbindest. Neben der reinen Terminanzeige bietet das Tool eine Buchungsfunktion, über die Kunden direkt freie Termine bei dir buchen können.
| Kalender.digital – DSGVO-Risiko | ||
|---|---|---|
| Cookies | 🟢 | Keine zustimmungspflichtigen Cookies gefunden. |
| Externe Verbindungen | 🔴 | Verbindung zum Anbieter-Server entsteht automatisch beim Laden. |
| Datenschutzerklärung | 🔴 | Eigener Eintrag für Kalender.digital nötig. |
| Drittlandtransfer | 🟢 | Anbieter und Server sitzen in Deutschland. |
| Auftragsverarbeitung | 🟢 | Kein öffentlich dokumentierter AVV-Pfad gefunden. |
| Benutzereingaben | 🔴 | Buchungsformular fragt Kontaktdaten ab. |
| KI-Verarbeitung | 🟢 | Keine KI-Funktion für Besucherdaten. |
Was lädt deine Website, bevor jemand zustimmt?
Kostenlos. Ohne Anmeldung. Ergebnis in 60 Sekunden.
Datenverarbeitung
Was passiert mit den Daten deiner Website-Besucher?
Sobald der Kalender auf deiner Seite lädt, baut dein Besucher automatisch eine Verbindung zum Server von Kalender.digital auf – ganz ohne Klick. Das reicht für einen Eintrag in deine Datenschutzerklärung, auch wenn dabei keine Marketing- oder Statistik-Cookies gesetzt werden.
Richtig interessant wird es erst, wenn jemand über die Buchungsfunktion einen Termin bei dir bucht: Dann landen Name und optional E-Mail-Adresse, Telefonnummer und eine persönliche Anmerkung direkt bei Kalender.digital, weil die Buchung über deren Server läuft. Das Unternehmen sitzt mit Server in Deutschland, ein Datentransfer in ein Land außerhalb der EU findet nicht statt. Was in der Doku von Kalender.digital fehlt, ist ein öffentlich einsehbarer Weg zu einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung – dabei würden die Buchungsdaten deiner Kunden über genau so einen Vertrag laufen müssen.

Externe Verbindungen
Muss der Cookie-Banner Kalender.digital blockieren?
Ja. Bindest du Kalender.digital als iFrame ein, baut der Browser deines Besuchers beim Seitenaufruf sofort eine Verbindung zum Server von Kalender.digital auf – ohne dass irgendjemand klicken muss. Vergleichbare Kalender-Widgets wie Google Kalender stuft e-recht24.de aus genau diesem Grund als zustimmungspflichtig ein, weil die Verbindung nicht für den Betrieb deiner Website selbst notwendig ist, sondern nur für die Anzeige des eingebundenen Kalenders. Dein Cookie-Banner muss diese Verbindung blockieren, bis der Besucher zustimmt. Bindest du den Kalender stattdessen nur als Textlink oder Button ein, entsteht die Verbindung erst, wenn jemand aktiv draufklickt – dafür brauchst du keinen Cookie-Banner, weil hier keine automatische Verbindung im Hintergrund läuft.
Benutzereingaben
Welche Daten gibt jemand bei einer Buchung ein?
Über die Buchungsfunktion kann jeder Besucher direkt einen freien Termin bei dir buchen und muss dafür ein Formular ausfüllen. Abgefragt werden:
- Name (Pflichtfeld)
- E-Mail-Adresse (optional)
- Telefonnummer (optional)
- Anmerkungen (optional)
Diese Angaben gehen erst raus, wenn die Buchung abgeschickt wird – ein Cookie-Banner hilft hier nicht. Direkt beim Buchungsformular muss ein Hinweis auf deine Datenschutzerklärung stehen.
Auftragsverarbeitung
Brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Kalender.digital?
Sobald jemand über die Buchungsfunktion einen Termin bei dir bucht, verarbeitet Kalender.digital die Kontaktdaten deines Kunden für dich – das ist der klassische Fall für einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Auf der Website von Kalender.digital findet sich dazu allerdings weder ein AVV zum Download noch ein Hinweis in den Vertragsunterlagen. Frag beim Support direkt nach, bevor du die Buchungsfunktion produktiv einsetzt – ohne einen solchen Vertrag fehlt dir die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung durch Kalender.digital.
Datenschutzerklärung
Muss Kalender.digital in deine Datenschutzerklärung?
Kalender.digital muss namentlich in deine Datenschutzerklärung, weil die Einbindung automatisch eine Verbindung zum Anbieter-Server aufbaut und die Buchungsfunktion personenbezogene Daten deiner Kunden überträgt. Beides sind eigenständige Verarbeitungsvorgänge, die du benennen musst – unabhängig davon, ob du die Buchungsfunktion überhaupt nutzt.
Wir nutzen Kalender.digital für Buchungssysteme.
Kalender.digital stellt beim Laden der Website eine Verbindung zu Servern von Kalender.digital GmbH her, die nicht technisch notwendig ist und für die deine Einwilligung erforderlich ist. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung). Dabei können unter anderem die IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen verarbeitet werden.
Wenn du über ein Formular von Kalender.digital deine Daten eingibst, werden diese ausschließlich auf unserem eigenen Server verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben.
Alternative
Gibt es datenschutzfreundlichere Alternativen zu Kalender.digital?
Hier siehst du, wo Kalender.digital im DSGVO-Vergleich zu anderen Buchungssysteme steht – sortiert nach Datenschutzarbeit. So erkennst du auf einen Blick, ob es Alternativen mit weniger Datenschutzaufwand gibt oder Kalender.digital in Sachen Datenschutz bereits gut aufgestellt ist.
DSGVO-Check
Warum lohnt sich ein Scan deiner Website?
Ob Kalender.digital bei dir als iFrame, Textlink oder Button eingebunden ist, macht einen echten Unterschied dafür, ob du überhaupt einen Cookie-Banner brauchst – das siehst du nicht auf einen Blick, wenn du deine eigene Seite anschaust, ein Scan schon.
Und jeder Scan hilft nicht nur dir: Die echten Verbindungen, die dabei auffallen, ordnen wir bekannten Tools zu oder nehmen sie als neuen Fall in die Recherche auf. Je mehr Websites gescannt werden, desto mehr Tools erkennen wir zuverlässig – auch für alle anderen, die danach scannen.

