LinkedIn Insight Tag gehört zu den datenschutzrelevanteren Marketing-Tools. Das Tracking-Werkzeug misst Besuche, Conversions und Werbeerfolge auf deiner Website und verbindet diese Informationen mit dem Werbesystem von LinkedIn. Dadurch verarbeitet LinkedIn verschiedene Besucherdaten und setzt Tracking-Cookies, die du nicht einfach ungefragt laden darfst.
Überblick
Was ist LinkedIn Insight Tag?
LinkedIn Insight Tag ist ein Tracking-Dienst von LinkedIn für Werbekampagnen. Das Tool misst Seitenaufrufe, Conversions und Besucheraktionen auf deiner Website und hilft dabei, Zielgruppen für Werbung auf LinkedIn zu erstellen oder erneut anzusprechen.
LinkedIn Insight Tag und Datenschutz im Überblick
| Cookies | LinkedIn setzt verschiedene Tracking-Cookies zur Wiedererkennung von Besuchern und zur Erfolgsmessung von Werbekampagnen. |
| Externe Verbindungen | Beim Laden des Tags baut die Website Verbindungen zu Servern von LinkedIn auf und überträgt Besucherdaten. |
| Datenschutzerklärung | Die Verarbeitung von Seitenaufrufen, Geräteinformationen, IP-Adresse und weiteren Nutzungsdaten muss beschrieben werden. |
| Drittlandtransfer | LinkedIn verarbeitet Daten auch außerhalb der EU, unter anderem in den USA. |
| Auftragsverarbeitung | LinkedIn stellt Unterlagen für die Verarbeitung von Daten im Auftrag von Website-Betreibern bereit. |
| Eingaben durch Besucher | Bei einer erweiterten Tracking-Funktion können gehashte E-Mail-Adressen aus Formularen an LinkedIn übertragen werden. |
Datenverarbeitung
Welche Daten verarbeitet LinkedIn Insight Tag?
LinkedIn Insight Tag verarbeitet Daten über den Besuch deiner Website, damit Werbekampagnen ausgewertet und Zielgruppen aufgebaut werden können. Dabei erhält LinkedIn Informationen darüber, welche Seiten besucht wurden, woher Besucher gekommen sind und welche Aktionen sie auf der Website durchgeführt haben.
Zu den verarbeiteten Daten gehören unter anderem:
- aufgerufene Seiten
- Referrer-Informationen
- IP-Adresse
- Browser- und Gerätedaten
- Zeitpunkte von Besuchen
- Klicks und Interaktionen auf der Website
- Cookie-Kennungen und andere Wiedererkennungsmerkmale
LinkedIn erkennt dadurch, welche Besucher mit Anzeigen erreicht oder welchen Anzeigen erfolgreiche Aktionen zugeordnet werden können. Bei aktivierten erweiterten Funktionen verarbeitet LinkedIn zusätzlich gehashte E-Mail-Adressen aus Formularübermittlungen.
Cookies
Setzt LinkedIn Insight Tag Cookies?
LinkedIn Insight Tag setzt Tracking-Cookies auf den Geräten deiner Besucher. Diese Cookies dienen dazu, Besucher wiederzuerkennen, Werbekampagnen auszuwerten und Zielgruppen für spätere Anzeigen zu erstellen.
Diese Cookies dienen Marketing- und Analysezwecken. Deshalb muss dein Cookie-Banner das Tracking blockieren, bis Besucher zugestimmt haben.
Externe Verbindungen
Verbindet sich LinkedIn Insight Tag mit externen Servern?
LinkedIn Insight Tag baut beim Laden der Website Verbindungen zu LinkedIn-Servern auf. Dabei wird das Tracking-Skript geladen und LinkedIn erhält Informationen über den Seitenbesuch.
Die Kommunikation erfolgt mit Domains aus dem LinkedIn-Netzwerk. Da dabei personenbezogene Daten übertragen werden, darf dein Cookie-Banner diese Verbindungen erst nach einer Zustimmung starten.
Nutzt du LinkedIn Insight Tag auf deiner Website?
Prüfe kostenlos, ob es auf deiner Website Datenschutz-Probleme rund um LinkedIn Insight Tag gibt.
Benutzereingaben
Werden Formulareingaben an LinkedIn übertragen?
LinkedIn Insight Tag verarbeitet Formulareingaben nur bei aktivierter Funktion für erweitertes Matching. In diesem Fall sendet deine Website eine gehashte E-Mail-Adresse aus einem Formular an LinkedIn, nachdem ein Besucher das Formular abgeschickt hat.
Ohne diese zusätzliche Funktion verarbeitet LinkedIn keine Formulareingaben. Wenn du diese Datenübertragung nicht möchtest, darfst du die Funktion für erweitertes Matching nicht einbauen oder musst sie wieder entfernen.
Drittlandtransfer
Werden Daten außerhalb der EU verarbeitet?
LinkedIn Insight Tag überträgt Besucherdaten auch in Länder außerhalb der Europäischen Union. Dazu gehören insbesondere die USA. Sobald Besucher deine Website aufrufen und das Tracking aktiv ist, verarbeitet LinkedIn die dabei erfassten Daten innerhalb seiner internationalen Infrastruktur.
Für Website-Betreiber bedeutet das, dass die Datenübertragung in Länder außerhalb der EU in den Datenschutzhinweisen berücksichtigt werden muss.
Auftragsverarbeitung
Brauchst du einen Vertrag mit LinkedIn?
LinkedIn verarbeitet die Daten von Website-Besuchern für die angebotenen Werbe- und Tracking-Funktionen und stellt dafür entsprechende Vertragsunterlagen bereit. Wenn du LinkedIn Insight Tag für deine Website nutzt, gehört die Datenverarbeitung durch LinkedIn zu den datenschutzrelevanten Pflichten rund um das Tool.
Deshalb solltest du sicherstellen, dass die von LinkedIn bereitgestellten Vertragsunterlagen für dein Konto akzeptiert und dokumentiert sind.
Datenschutzerklärung
Welche Angaben gehören in die Datenschutzerklärung?
LinkedIn Insight Tag gehört in die Datenschutzerklärung deiner Website. Die Angaben sollten mindestens folgende Punkte enthalten:
- Zweck: Messung von Werbeerfolgen, Conversion Tracking, Retargeting und Zielgruppenbildung.
- Rechtsgrundlage: Einwilligung des Besuchers.
- Empfänger: LinkedIn.
- Drittlandtransfer: Verarbeitung von Daten außerhalb der EU, insbesondere in den USA.
- Verarbeitete Daten: Seitenaufrufe, Referrer, IP-Adresse, Browser- und Gerätedaten, Zeitstempel, Klicks und Cookie-Kennungen.
- Speicherdauer: LinkedIn beschreibt eine Entfernung direkter Kennungen innerhalb von sieben Tagen und eine Löschung pseudonymisierter Daten innerhalb von 180 Tagen.
Wenn du erweitertes Matching nutzt, solltest du zusätzlich die Übertragung gehashter E-Mail-Adressen aus Formularen erwähnen.
Alternative
Gibt es eine datenschutzfreundlichere Alternative?
LinkedIn Insight Tag erfüllt einen sehr speziellen Zweck: Werbeerfolgsmessung, Retargeting und Zielgruppenbildung innerhalb von LinkedIn. Für diese Funktionen gibt es keine gleichwertige Alternative ohne LinkedIn.
Werkzeuge wie Matomo oder Plausible können Website-Statistiken und einfache Conversion-Auswertungen übernehmen, ersetzen aber keine LinkedIn-Werbekampagnen oder LinkedIn-Retargeting-Funktionen.
Fehler
Diese Fehler passieren bei LinkedIn Insight Tag besonders häufig
Der häufigste Fehler besteht darin, dass LinkedIn Insight Tag bereits beim Seitenaufruf geladen wird, obwohl Besucher noch keine Zustimmung erteilt haben.
Ebenfalls häufig fehlen Hinweise in der Datenschutzerklärung oder die Funktion für erweitertes Matching bleibt aktiv, obwohl niemand mehr weiß, dass dabei E-Mail-Adressen an LinkedIn übertragen werden.
Auch ein falsch eingerichtetes Cookie-Banner führt regelmäßig dazu, dass Tracking und Datenübertragungen zu früh starten.
DSGVO-Check
So prüfst du LinkedIn Insight Tag auf deiner Website
LinkedIn Insight Tag lässt sich an mehreren Spuren erkennen. Prüfe zunächst, ob auf deiner Website Cookies mit Namen wie UserMatchHistory, AnalyticsSyncHistory, lms_ads, lms_analytics, li_fat_id, li_sugr, _guid, li_giant, bcookie, lidc, li_gc, li_mc oder li_adsid gesetzt werden. Das kannst du über die Browser-Entwicklertools, einen Cookie-Test oder einen Datenschutz-Scan prüfen.
Zusätzlich kannst du kontrollieren, ob deine Website Verbindungen zu der Domain linkedin.com aufbaut. Tauchen diese Verbindungen bereits ohne Zustimmung im Cookie-Banner auf, ist die Einbindung nicht korrekt abgesichert.
Hast du LinkedIn Insight Tag auf deiner Website?
Prüfe kostenlos, ob es auf deiner Website Datenschutz-Probleme rund um LinkedIn Insight Tag gibt – zusammen mit allen anderen Plugins und Diensten, die bei dir aktiv sind.
